Lotus: Jolyon Palmer dritter Fahrer für 2015

Von Mathias Brunner
Jolyon Palmer, der neue Fahrer von Lotus

Jolyon Palmer, der neue Fahrer von Lotus

Jolyon Palmer (24), GP2-Champion 2014 und Sohn des früheren Formel-1-Piloten Jonathan Palmer, hat einen Platz in der Formel 1 gefunden – als dritter Fahrer im Lotus-Rennstall.

Vor wenigen Wochen hatte sich der Engländer Jolyon Palmer bitterlich beklagt: «Heutzutage wird Talent zu wenig honoriert. Wenn ich mir angucke, wer alles einen Formel-1-Stammplatz hat, Fahrer, die ich in der GP2 regelmässig hinter mir gelassen habe, dann finde ich das mindestens bedenklich.»

Palmers erklärtes Ziel – einen Fuss in die Formel-1-Tür zu bekommen – hat er nun erreicht: Lotus hat ihn als dritten Fahrer neben Romain Grosjean und Pastor Maldonado bestätigt. Diesen Platz hatte im vergangenen Jahr der Franzose Charles Pic inne.

Jolyon wird an sämtlichen GP-Wochenenden vor Ort sein, eine stattliche Zahl von Freitagstrainings fahren (wie viele und wo, das verrät Lotus nicht) und an Testfahrten teilnehmen. Sollte Grosjean oder Maldonado nicht einsatzfähig sein, steigt Palmer als Ersatzmann ein.

Palmer ist der zweite britische GP2-Champion nach Lewis Hamilton 2006. Er hat auf seiner Titeljagd mehr Punkte eingefahren als je ein GP2-Meister zuvor (nämlich 276), und er hat auch die meisten Punktefahrten in Serie hingelegt (deren 19).

Damit beschäftigt Lotus ausschliesslich GP2-Champions: Der Venezolaner Pastor Maldonado gewann die Serie 2010, ein Jahr später war die Reihe am Genfer Romain Grosjean.

Lotus-Teamchef Gerard Lopez: «Das Talent von Jolyon ist offensichtlich. Wir kennen wegen Pastor und Romain die Serie genau, und die Art und Weise, wie Palmer zum Titel gestürmt ist, die hat uns tief beeindruckt.»

Palmer selber sagt: «Ich bin überglücklich, dass ich den Schritt in die Formel 1 dank Lotus geschafft habe, ich bin für diese Chance sehr dankbar. Mein Ziel besteht nun, für 2016 einen Stammplatz zu erkämpfen. Lotus ist eine tolle Gelegenheit, vor allem jetzt, wo wir die Mercedes-Motoren haben. Valtteri Bottas hat gezeigt, wo die Reise hingehen kann, wenn man sein Handwerk in Ruhe lernen kann. Darauf freue ich mich.»

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