Kimi Räikkönen: Atmosphäre bei Ferrari nie besser

Von Andreas Reiners
Formel 1
Kimi Räikkönen: Wohlfühlfaktor Ferrari

Kimi Räikkönen: Wohlfühlfaktor Ferrari

Für Gefühlsausbrüche ist Kimi Räikkönen nicht unbedingt bekannt. Umso bemerkenswerter ist es also, was der Finne über seinen Arbeitgeber sagt.

Denn das war für seine Verhältnisse schon eine kleine Liebesbekundung. Immerhin hat es nach dem Katastrophen-Jahr 2014 zahlreiche Veränderungen gegeben, vor allem personelle. Und immerhin hatte er ja 2007 mit der Scuderia den WM-Titel geholt.

«Ich habe mich auch in der Vergangenheit bei Ferrari wohlgefühlt. Dieses Jahr ist von der Atmosphäre her aber das Beste, was ich je erlebt habe, egal in welchem Team», sagte er. «Wie das Team zusammenarbeitet, wie die Dinge laufen. Ich bin sehr glücklich.»

Kein Wunder also, dass aus Maranello zu hören ist, dass er seinen Vertrag verlängern will. Alles deutet darauf hin, dass eine gegenseitige Option eingelöst wird, möglicherweise noch im Frühsommer. Eine Vertragsverlängerung für 2016 wäre genau jene Stabilität im Team, die Maurizio Arrivabene anstrebt, um Ferrari mittelfristig auf Augenhöhe mit Mercedes zu bringen.

Darauf angesprochen, gibt Räikkönen sich wieder gewohnt zugeknöpft, deutete aber seine generelle Bereitschaft an. «Die Zeit wird es zeigen. Aber das muss das Team entscheiden. Wir müssen mit ihnen sprechen. Ich bin glücklich, auch wenn wir natürlich bessere Ergebnisse wollen. Bislang ist es etwas unglücklich gelaufen, wenn man es so nennen will», sagte er.

Was sagt sein Kumpel Sebastian Vettel zu der Neuigkeit, dass Räikkönen ihm wohl noch etwas erhalten bleibt? «Ich habe ein sehr gutes Verhältnis zu ihm. Das hat sich auch als Teamkollege nicht verändert. Er macht einen sehr guten Job. Ich kenne die Details seines Vertrags nicht. Aber es liegt in seiner Hand, wenn er in der Formel 1 weitermachen möchte. Für schnelle Fahrer wie ihn mit seiner Erfahrung gibt es genug Interessenten. Wenn er aufhören möchte, wird er das schon sagen.»

Im Gegensatz zu Vettel (55 Punkte) konnte Räikkönen erst 24 Zähler einfahren. Kein Vergleich allerdings zum Vorjahr, als bei ihm so gut wie nichts zusammenlief und er sich im Ferrari unwohl fühlte. Räikkönen hat somit nach zwei bärenstarken Fahrten und zwei vierten Rängen allen Kritikern klargemacht – im «Iceman» lodert noch reichlich Feuer! Auch wenn er das nach außen hin nicht immer so zeigt.

«Mit Platz vier kann ich nicht glücklich sein. Wir wollen gewinnen. Vom Fahren her war es aber ziemlich in Ordnung», so der Finne. Man wolle natürlich immer Dinge verbessern. «Grundsätzlich haben wir aber das erreicht, was wir erwartet haben. Nun müssen wir an Details feilen, um uns zu verbessern.»

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