Eddie Jordan: «Bernie Ecclestone sollte gehen»

Von Mathias Brunner
Formel 1
Bernie Ecclestone und Eddie Jordan

Bernie Ecclestone und Eddie Jordan

Der frühere FIA-Präsident Max Mosley hat vor kurzem die Arbeit seines Weggefährten Bernie Ecclestone gelobt. Eddie Jordan ist anderer Meinung: «Bernie sollte gehen.»

Der langjährige FIA-Chef Max Mosley hat gestern festgehalten: «Selbst wenn sich die Besitzverhältnisse in der Formel 1 verschieben, so sehe ich keine Änderung bei der Rolle von Bernie Ecclestone – ausser natürlich, er selber möchte eine Veränderung. Er ist der Mann, der die Formel 1 fast überall hin verkauft hat. Ich bin sicher, jeder würde sich Gedanken machen über einen 84jährigen Geschäftsleiter. Aber Fakt ist, dass er seinen Job gut macht. Die Art und Weise, wie er weitermacht, ist schon erstaunlich. Die meisten von uns werden einfach irgendwann einmal müde. Ich bin mit 75 ein gehöriges Stück jünger als er, aber mir geht das genauso. Ich sagte unlängst zu ihm: Wirst du am Nachmittag nicht jeweils müde? Und er meinte – wenn das Telefon klingle und die E-mails hereinkommen, dann beginne das Adrenalin zu fliessen. Es muss daran liegen, dass ihn seine Arbeit wirklich fesselt.»

Darüber kann Eddie Jordan nur müde lächeln. Der 67jährige Ire (von 1991 bis 2005 mit dem eigenen GP-Team bei 250 Rennen am Start) sagt in seiner Funktion als Formel-1-Experte für BBC Radio 5 live: «Bernie hat eine bemerkenswerte Arbeit geleistet, gar keine Frage. Aber die Zeit ist reif, er sollte gehen. Wir müssen den Sport für die nächste Generation in einem besseren Zustand hinterlassen. Er muss sich die Frage stellen – wann ist der richtige Zeitpunkt, um abzutreten? Ich glaube, dieser Zeitpunkt ist gekommen.»

«Damit wir uns richtig verstehen: Bernie Ecclestone ist eine Legende. Er hat den Sport aus dem Nichts zu dem gemacht, was er heute ist. Aber niemand ist unsterblich. Es gibt Zeiten, in welchen man sich einfach sagen muss – ich habe alles getan, was ich konnte. Unser Sport ist ein wenig in einem Wellental, und vielleicht wäre es Zeit für radikale Änderungen, für jemanden, den den Sport ein wenig wachschüttelt und sich auf die Grundwerte der Formel 1 besinnt.»

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