Formel 1

Belgien-GP: So will FIA Fahrer zu Helden machen

Von - 10.07.2015 08:04

SPEEDWEEKipedia: Leser fragen, wir finden die Antwort. Heute: Die Formel 1 soll attraktiver werden. Erste Änderungen sollen schon zum Belgien-GP hin eingeführt werden. Aber welche?

In loser Reihenfolge gehen wir in Form von «SPEEDWEEKipedia» auf Fragen unserer Leser ein. Dieses Mal will Maria-Lara Gross aus Böblingen wissen: «Die FIA hat doch angekündigt, dass schon zum Belgien-GP im August hin erste Änderungen eingeführt werden sollen. Bei der FIA hiess es, ich zitiere: „Einhellige Unterstützung gibt es für Einschränkungen in Sachen Fahrerhilfen und Instruktionen für die Piloten. Erste Änderungen davon werden zum Belgien-GP 2015 hin umgesetzt, mit besonderem Augenmerk auf die Rennstarts. Diese Massnahmen haben zum Ziel, dass der Fahrer alleine die Kontrolle des Autos inne hat, das soll die Rennen unwägbarer und damit interessanter machen.“ Aber ist eigentlich schon definiert, was sich denn nun ändern wird?»

Der Autoverband FIA hat sich dazu offiziell noch nicht geäussert. Aber angedacht ist, dass der Fahrer auf gewisse Einstellungen der Motorelektronik nicht mehr zurückgreifen kann, welche einen reibungslosen Start helfen, es geht hier insbesondere um intelligente Systeme, welche sich den optimale Beisspunkt der Kupplung merken. Änderungen kann die FIA in dieser Hinsicht jederzeit einführen, denn in den Sportregeln ist verankert, dass der Pilot «sein Auto jederzeit alleine und ohne fremde Hilfe» bewegen muss. Was jedoch genau fremde Hilfe ist, das ist teilweise Auslegungssache.

Angedacht sind also Änderungen bei der Funktion der Kupplung – wie gut ein Fahrer von seinem Platz wegkommt, soll wieder ganz alleine an ihm liegen und nicht an der Technik. Ferner soll der Funkverkehr in Sachen Startprozedere eingeschränkt werden.

Gespräche über Funk bleiben erlaubt, wenn dem Fahrer ein dringliches Problem mit dem Auto mitgeteilt werden muss (sagen wir: ein Plattfuss) oder der Pilot auf eine Gefahr auf der Bahn aufmerksam gemacht werden sollte.

Mit weniger Informationen für den Fahrer soll der Eindruck geschmälert werden, dass die Piloten nur noch optimal ihrer Arbeit nachgehen können, wenn sie von ihren Kommandoständen ständig Anweisungen erhalten. Das hat da Bild des Rennhelden am Lenkrad nachhaltig geschädigt.

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