Kawasaki überrascht am ersten Superbike-Testtag auf Phillip Island
Nach der verkorksten Superbike-WM 2025 brachte Kawasaki eine aktualisierte Version der ZX-10RR. Mit dem fünften Platz am ersten Testtag auf Phillip Island hatte auch Garrett Gerloff nicht gerechnet.
Seit dem vergangenen Jahr organisiert Puccetti Racing den Superbike-Werksauftritt von Kawasaki, aber die erste Saison war ein Desaster: Als einziger Kawasaki-Pilot wurde Garrett Gerloff nur WM-15. Der Texaner, der mit Yamaha und BMW acht Podestplätze eingefahren hatte, gelang nicht einmal ein Finish in den Top-5.
Kawasaki reagierte mit dezenten Verbesserungen für die Ninja ZX-10RR. Auffälligste und gleichzeitig größte Änderung ist eine neue Verkleidung mit ausladenden Wings, wie sie die Konkurrenz teilweise seit 2019 verwendet.
Angesichts der verregneten Wintertests im Januar in Jerez und Portimão konnte der 30-Jährige aber keine Erkenntnisse über die Effizienz der Bauteile sammeln. Umso überraschender, dass Gerloff am ersten Tag des offiziellen Dorna-Tests auf Phillip Island die fünftbeste Rundenzeit fuhr und damit auch für das beste Ergebnis eines japanischen Motorrads sorgte. «Unser Motorrad hat mit der geänderten Aerodynamik und den Wings einen Schritt nach vorn gemacht», lobte der US-Amerikaner. «Andererseits fuhr ich im vergangenen Jahr eine vergleichbare Rundenzeit, war damit aber nur auf Platz 16 – jetzt wurde ich Fünfter! Ich bin mir nicht sicher, wie ich das zu deuten habe. Vielleicht ist die Rennstrecke in einem schlechteren Zustand, aber ich werde meine Erwartungen einfach nicht zu hoch schrauben.»
Garrett Gerloff holte seinen früheren Crew-Chief ins Team
Einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Performance des Kawasaki-Piloten dürfte auch sein neuer Crew-Chief haben. Mit Lez Pearson hatte Gerloff bereits bei GRT Yamaha und bei Bonovo BMW zusammengearbeitet. «Ich fühle mich gut und bin zuversichtlich, dass mit Les neuer Schwung und eine gute Atmosphäre Einzug hält», betonte der Texaner. «Und nicht nur das, auch wie wir mit dem Bike arbeiten, ist ein riesiger Unterschied im Vergleich zum vergangenen Jahr. Er bringt viel Erfahrung von verschiedenen Herstellern mit und weiß, was für mich funktioniert und was nicht. Unser Verhältnis ist perfekt, wir sind Freunde und blieben ununterbrochen in Kontakt.»
Als letztes Superbike-Team präsentierte Kawasaki auf Phillip Island sein diesjähriges Design. Wenig überraschend dominiert die Farbe Grün, die Flügel sind blau abgesetzt.
Zeiten Superbike-Test Phillip Island, Montag:
Pos
Fahrer
Motorrad
Zeit
Diff
1.
Nicolo Bulega (I)
Ducati
1:29,345 min
2.
Axel Bassani (I)
Bimota
1:29,636
+ 0,291 sec
3.
Sam Lowes (GB)
Ducati
1:29,907
+ 0,562
4.
Yari Montella (I)
Ducati
1:29,921
+ 0,576
5.
Garrett Gerloff (USA)
Kawasaki
1:30,015
+ 0,670
6.
Alex Lowes (GB)
Bimota
1:30,259
+ 0,914
7.
Lorenzo Baldassarri (I)
Ducati
1:30,275
+ 0,930
8.
Alvaro Bautista (E)
Ducati
1:30,297
+ 0,952
9.
Xavier Vierge (E)
Yamaha
1:30,420
+ 1,075
10.
Jake Dixon (GB)
Honda
1:30,492
+ 1,147
11.
Miguel Oliveira (P)
BMW
1:30,563
+ 1,218
12.
Iker Lecuona (E)
Ducati
1:30,586
+ 1,241
13.
Stefano Manzi (I)
Yamaha
1:30,623
+ 1,278
14.
Danilo Petrucci (I)
BMW
1:30,648
+ 1,303
15.
Alberto Surra (I)
Ducati
1:31,031
+ 1,686
16.
Tarran Mackenzie (GB)
Ducati
1:31,092
+ 1,747
17.
Bahattin Sofuoglu (TR)
Yamaha
1:31,116
+ 1,771
18.
Andrea Locatelli (I)
Yamaha
1:31,159
+ 1,814
19.
Tetsuta Nagashima (J)
Honda
1:31,175
+ 1,830
20.
Ryan Vickers (GB)
Honda
1:31,255
+ 1,910
21.
Remy Gardner (AUS)
Yamaha
1:31,350
+ 2,005
22.
Mattia Rato (I)
Yamaha
1:32,560
+ 3,215
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