Fernando Alonso zu Ferrari-Ära: Wunder gegen Red Bull

Von Mathias Brunner
Formel 1
Fernando Alonso staunte oft über die Rennwagen von Red Bull Racing

Fernando Alonso staunte oft über die Rennwagen von Red Bull Racing

​Vor seinem 250. WM-Lauf blickt der Spanier Fernando Alonso (34) auf seine Grand-Prix-Karriere zurück und sagt: «Bei Ferrari habe ich gegen Red Bull wahre Wunder vollbracht.»

Fernando Alonso steht vor einem Meilenstein: «Das kommende GP-Wochenende ist ein ganz besonderes für mich – mein 250. Start in der Formel 1. Das hätte ich mir nie erträumt, als ich 2001 angefangen habe.»

Nur sechs Fahrer haben diese Grenze erreicht und überschritten: Rubens Barrichello (323 Rennen), Michael Schumacher (307), Jenson Button (280), Ricciardo Patrese (256) und Jarno Trulli (252).

Alonso hat von bisher 249 Rennen 32 gewinnen können, aber sein letzter GP-Sieg geht bereits auf Barcelona 2013 zurück, und einige Experten im Fahrerlager malen Schwarz: Mehr Siege wird es mit McLaren-Honda nicht geben. Alonso widerspricht: «Wenn ich nicht vom Erfolg überzeugt wäre, dann hätte ich mich nicht auf dieses letzte grosse Abenteuer meiner Karriere eingelassen.»

Alonso träumt davon, mit der gleichen Auto-Motor-Kombination wie sein Idol Ayrton Senna mit dem legendären Brasilianer gleichzuziehen: dritter WM-Titel. Der ist ihm in den vergangenen Jahren ein paar Mal durch die Lappen gegangen. Allein als Ferrari-Pilot stand ihm Sebastian Vettel drei Mal vor der Sonne zum lang ersehnten dritten Titel (2010, 2012, 2013).

Wichtige Stationen von Alonso: Sein erster Grand Prix in Australien 2001 («ich habe mich selber gefragt: bin ich gut genug für die Formel 1?»), Südkorea 2010 und Malaysia 2012 («Siege unter schwierigsten Bedingungen»), Interlagos 2005 und 2006 («dort konnte ich meine Titel mit Renault einfahren»).

Gegenüber den Kollegen der Gazzetta dello Sport spricht er auch über Rennen, die er am liebsten streichen würde: wie Fuji 2007 («Regen im Rennen, Fahrfehler, Unfall, und dann habe ich den Titel um nur einen Punkt verloren») oder Suzuka 2014 («wegen des Unfalls von Jules Bianchi»).

Fünf Jahre Ferrari wurden nicht vom gemeinsamen Titel gekrönt, aber Alonso blickt ohne Bitterkeit zurück: «Ich bin stolz darauf, was ich in Maranello erreicht habe. Für diesen legendären Rennstall fahren zu dürfen, das war ein Traum, der in Erfüllung ging. Den Autos von Red Bull, die wirklich der Hammer waren, so lange die Stirn zu zeigen, das war wahrlich ein Wunder.»

Am meisten Respekt hat Alonso «vor Lewis Hamilton. Bis zur Saison 2007 war ich in meinem Team immer der klar Bessere, das änderte sich neben Lewis, wir fuhren auf Augenhöhe. Am besten ausgekommen von allen bin ich mit Giancarlo Fisichella.»

Der Zeitpunkt des Aufhörens steht für den Asturier schon fest: «Wenn ich keinen Spass mehr an meinem Job habe.»

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