Toto Wolff: Lewis Hamilton – wieso spukte Heckflügel?

Von Adam Cooper
Formel 1
​Bei aller Freude um den zweiten WM-Titel von Mercedes vergisst Motorsportdirektor Toto Wolff den unglücklichen Nico Rosberg nicht: «Russland hätte sein Rennen sein müssen.»

Im Mercedes-Werk von Brackley floss heute der Champagner: Verdientermassen ist der zweite WM-Titel der Silberpfeile in Serie begossen worden. Bei aller Freude um den Titel hat der Wiener Teamchef Toto Wolff aber den grossen Unglücklichen des Russland-GP nicht vergessen.

Toto Wolff sagt: «Ich ziehe wirklich meinen Hut, wie Nico mit der Situation umgegangen ist. Er war ja nach kurzer Zeit wegen dieses Problems mit dem Gaspedaldämpfer aus dem Rennen. Wir sind noch bei der Analyse, wie das passieren konnte. Nico ist die ganze Zeit über ruhig geblieben, das ist bewundernswert. Ich war am Boden zerstört für ihn. Klar war Rosberg danach niedergeschlagen. Aber ich bin sicher, er tritt schon in Texas wieder mit dem gewohnten Kampfgeist an.»

«Alle reden von der Dominanz von Lewis. Aber dabei wird vergessen, wie eng es meist zwischen Hamilton und Nico zugeht. Lewis hat einen tollen Lauf und fährt ein gutes Ergebnis nach dem anderen ein, sehen wir jetzt mal von unserer schwachen Leistung in Singapur ab. Nico hatte in den letzten Rennen kein Glück. Umso mehr habe ich mir darüber gefreut, wie gut er sich in Sotschi geschlagen hat. Das hätte sein Wochenende werden sollten – optimale Leistung im Training und im Qualifying, er fand zu Beginn des Rennens die ideale Mischung aus Aggression und Vorsicht, und dann der Ausfall. Das ist schon ärgerlich.»

«Der Defekt am Pedal wird wie gesagt nun untersucht. Grundsätzlich besorgt bin ich nicht. Wir haben ein gutes Niveau, was die Haltbarkeit angeht. Aber es liegt in der Defintion der Formel 1, dass du immer am Limit bist.»

Auch bei Lewis Hamilton lief nicht alles problemfrei. Toto Wolff weiter: «Es gab eine Instabilität am Heckflügel, das begann ungefähr fünfzehn Runden vor Schluss des Rennens und kam aus dem Nichts. Anhand der Daten erkannten wir rätselhafte Strömungsabrisse, besonders übel war es bei flach gestelltem Flügel und hinter Gegnern. Wir prüfen derzeit den DRS-Mechanismus und gehen der Frage nach, ob vielleicht eine Verschmutzung des Flügels dazu führen konnte, sagen wir durch Reifenabrieb, oder wir hier von einem strukturellen Problem reden. Jedenfalls war das für den Fahrer sehr ungemütlich und zeigt einmal mehr, dass man sich seiner Sache nie sicher sein kann.»

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