Pirelli übt für 2016: Neuer Reifen schon in Abu Dhabi

Von Mathias Brunner
Formel 1
Pirelli-Rennchef Paul Hembery vor dem Hotel Yas

Pirelli-Rennchef Paul Hembery vor dem Hotel Yas

​Pirelli hat das Abkommen als Alleinausrüster der Formel 1 um drei Jahre verlängert. Die Mailänder werden künftig mehr testen dürfen. Und sie führen eine neue Reifenmischung ein.

Während Wochen haben Pirelli-Chef Marco Tronchetti Provera, Pirelli-Rennchef Paul Hembery sowie Formel-1-Promoter Bernie Ecclestone darüber verhandelt, wie die gemeinsame Arbeit bis Ende 2019 fortgeführt werden kann. Provera kümmerte sich um den kommerziellen Teil, Hembery um den technischen.

Pirelli hat durchgesetzt, dass das Mailänder Traditionsunternehmen wieder mehr testen darf. Es wird eine fünfte Mischung zur Auswahl geben (wie bisher: hart, mittelhart, weich und sehr weich, neu ab 2016: extraweich), und die Rennställer erhalten mehr strategische Spielmöglichkeiten.

Pirelli wird weiterhin pro Rennstrecke zwei Mischungen vorgeben, die Teams dürfen dazu eine dritte selber wählen. Dieser Vorschlag stammte von Bob Fernley, dem stellvertretenden Teamchef von Force India. Die Denke dahinter: Dass vielleicht ein kleineres Team dank einer cleveren Strategie den Grossen ein Bein stellen kann. Allerdings gibt es Grenzen. Pirelli kann sein Veto einlegen, sollte ein Team für eine gewisse Strecke eine Reifenwahl treffen wollen, welche die Sicherheit kompromittieren könnte.

Pirelli hat sich überdies bereit erklärt für 2017 deutlich breitere Reifen zu bauen, ohne jedoch vom grundsätzlichen Plan abzurücken, die Rennen mit zwei bis drei Boxenstopps spannend zu halten.

Paul Hembery in Sotschi in einem Gruppengespräch: «Es ist erkannt worden, dass wir keinen idealen Job machen können, wenn wir nicht häufiger testen. Noch gibt es viele Fragezeichen. Denn es ist im Reglement nicht verankert, ob wir die neuen Reifen auf einem aktuellen Renner testen werden, auf einem umgebauten oder einem eigens dazu hergestellten Chassis.»

Was hingegen feststeht: Pirelli wird am 30. November (also am Montag nach dem WM-Finale von Abu Dhabi) auf dem Yas Marina Circuit testen und am Dienstag ebenfalls. Dabei wird die neue, extraweiche Mischung ausprobiert, die auf Strassenkursen wie Monaco oder Singapur zum Einsatz kommen wird oder auf anderen geeigneten Strecken wie etwa Sotschi.

Pirelli steht in engem Kontakt mit den Rennställen, welche Fortschritte für 2016 in Sachen Chassis und Motorleistung zu erwarten sind. Dem muss beim Bau der Walzen in Form von modifizierten Strukturen Rechnung getragen werden.

Noch ist nicht klar, wie viele Teams nach dem Finale in Abu Dhabi bleiben werden. Um möglichst aussagekräftige Daten zu sammeln, wünscht sich Pirelli, dass einige erfahrene Stars mit den neuen Reifen ausrücken.

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