Red Bull Racing: Ricciardo happy, Kvyat verzweifelt

Von Mathias Brunner
Formel 1
Daniel Ricciardo

Daniel Ricciardo

​Der Australier Daniel Ricciardo stapelt nach Rang 5 im Abschlusstraining zum Bahrain-GP lachend tief: «Unser Auto ist wirklich gut, aber unser Fahrer ist leider Mist.»

Hätten wir Daniel Ricciardo nicht vor uns, würden wir uns bei dieser Aussage Sorgen machen müssen: «Unser Fahrer ist leider Mist.» Wie bitte? Redet Ricciardo vielleicht von seinem Stallgefährten Daniil Kvyat, der in Bahrain nur auf einem enttäuschenden 15. Platz gelandet ist?

Nein, Entwarnung: Das riesige Lachen von Daniel zeigt, dass er sich nach seiner Fahrt zu Startplatz 5 ein wenige selber auf die Schippe nimmt: «Nein, ernsthaft – bis zur Quali war ich mit meinem Wagen nicht besonders zufrieden. Aber wir wussten, dass sich die Piste dramatisch verändern wird, wenn die Temperaturen herunter kommen. Man lässt da, wie wir sagen, die Piste auf sich zukommen lassen. Startplatz 5 ist wirklich das Maximum, was wir uns ausrechnen durften, und das haben wir erreicht. Darüber bin ich wirklick glücklich.»

So glücklich, dass der dreifache GP-Sieger, als das Team ihm das Ergebnis ins Auto funkte, auf der Auslaufrunde einen entzückgten Jauchzer hören liess.

Daniel weiter: «Ich hätte kein Geld darauf gewettet, dass wir die Williams hinter uns halten können. Und ich bin mir auch noch nicht so sicher, ob wir das im Grand Prix schaffen werden. Aber wir dürfen mit dem Ergebnis wirklich happy sein. Bahrain ist ein guter Platz für mich. Ich bin hier mit dem Toro Rosso mal Sechster geworden, so perfekte war heute die Runde auch für Rang 5.»

Daniel Ricciardo über das Quali-Format: «Das letzte Wort sollten die Fans haben. Ich finde ein Format nicht richtig, wenn die Uhr noch läuft und niemand auf der Bahn ist. Ich glaube auch nicht, dass dieses Format den kleineren Teams entgegen kommt. Aber es liegt nicht an mir, das zu ändern.»

Am anderen Ende des Wohlfühlspektrums – Daniil Kvyat auf Startplatz 15.

Der Russe sagt: «Wir waren einfach zu langsam. Aber der Abstand zu Daniel ist gewiss nicht normal. Wir müssen jetzt anhand der Daten herausfinden, woran es gelegen hat. Ich habe alles getan, was ich als Fahrer tun kann. Ganz offensichtlich hat das nicht gereicht. Noch nie war ich so weit weg von meinem Stallgefährten. Das ist sehr seltsam, aber ich muss zugeben, dass ich derzeit keine Erklärungen habe. Es gab keinen Defekt am Wagen. Was ich hingegen einräumen würde – ich hatte heute nicht das notwendige Vertrauen ins Auto. Aber auch das ist seltsam, denn in allen drei freien Trainings fühlte ich mich im Wagen wohl. Und ich habe vor der Quali nicht vergessen, wie man einen Rennwagen fährt.»

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