Sauber: Kein Geld, keine Entwicklung, keine Chance

Von Mathias Brunner
Die Sauber in Bahrain – chancenlos

Die Sauber in Bahrain – chancenlos

​Der Schweizer Sauber-Rennstall steckt finanziell und sportlich in der Krise. Der Bahrain-Grand-Prix hat die Schwierigkeiten des Teams mit Nasr und Ericsson deutlich aufgezeigt.

Die Sauber-Truppe trat ohne Steuerfrau Monisha Kaltenborn in der Wüste von Sakhir an: Sie kümmert sich zuhause in der Schweiz um die Finanzsituation der Schweizer. Es ist kein Geheimnis, dass der viertälteste Formel-1-Rennstall (nach Ferrari, McLaren und Williams) in Schwierigkeiten steckt. Es gilt, den Schuldenberg abzutragen und mit neuen Investoren zu verhandeln. Das Team ist vor Ort mit dem erfahrenen Team-Manager Beat Zehnder in besten Händen.

Der Bahrain-GP hat aufgezeigt, dass sich Sauber in einer gefährlichen Spirale befindet: Ohne die entsprechenden Mittel mangelt es an Weiterentwicklung des Autos von Felipe Nasr und Marcus Ericsson, und ohne neue Teile wird das Team nach hinten durchgereicht.

Die Sauber-Fahrer haben mit ihrem Renngerät sichtlich alle Hände voll zu tun, frustrierte Funksprüche von Felipe Nasr sagen alles. Die Neulinge von Haas sind für Sauber längst ausser Reichweite (und dies mit dem gleichen Kundenmotor), und inzwischen tanzt Sauber schon der Manor-Pilot Pascal Wehrlein auf der Nase herum. Der zweitletzte WM-Rang ist aus heutiger Sicht ein realistisches Ziel für Sauber.

Das Team konnte aus gegnerischen Ausfällen keinen Profit ziehen, der Schwede Marcus Ericsson wurde Zwölfter, der Brasilianer Felipe Nasr landete auf Rang 14.

Ericsson: «Der Start verlief unglücklich. Während der ersten Runde konnte ich nicht die gewünschte Motorleistung abrufen, verlor so einige Positionen und steckte hinter Konkurrenten fest. Als ich dann an ihnen vorbei war, hatte ich ein relativ gutes Rennen. Leider musste ich nach meinem letzten Boxenstopp, als es um Platz 10 und einen WM-Punkt ging, auf den Benzinverbrauch achten. Daher war es wirklich schwierig, meine Position zu verteidigen.»

Felipe Nasr: «Wenn man aus der hintersten Startreihe ins Rennen geht, ist es immerhin positiv, wenn man einige Positionen gutmachen kann. Ich gab mein Bestes, dieses Resultat allerdings war das Maximum, dass wir heute erreichen konnten, weil ich erneut mit dem Auto zu kämpfen hatte.»

Der Kampf geht auch abseits der Rennstrecke weiter.

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