Rätsel Racing-Raritäten: Verblüffende Farbenpracht

Von Mathias Brunner
Formel 1
​Das Rätsel «Racing-Raritäten» zeigt einen speziellen Rennwagen, wie Sie ihn nur ganz selten erleben. Wer ist es? Wann und wo ist das Bild entstanden?

Aus dem Archiv unserer Partner der britischen Foto-Agentur LAT stellen wir jede Woche ein kleines Stück Motorsporthistorie vor. Das Vorgehen ist kinderleicht – sagen Sie uns, wer zu erkennen ist, wo und wann das Bild entstand (Beispiel: Jo Siffert, Monza, 1970) und gewinnen Sie mit etwas Glück einen kleinen Preis. Bitte Name, Adresse, Geburtsjahr und Telefonnummer nicht vergessen. Schicken Sie Ihre Lösung an: mathias.brunner@speedweek.com. Einsendeschluss ist jeweils Sonntag der laufenden Woche, 24.00 Uhr.

Die meisten Rätselteilnehmer lagen beim letzten Mal richtig: Wir sehen den Deutschen Rolf Stommelen mit einem Brabham BT42-Ford in – nein, nicht in Mosport, auch nicht auf dem Nürburging und ferner nicht auf dem Österreichring (heute Red Bull Ring). Stommelen vertrat den verletzten Italiener Andrea de Adamich auf unserem Foto in Monza.

Rolf Stommelen war einer der besten deutschen Rennfahrer seiner Generation, was er mit unzähligen Siegen in Touren- und Sportwagen belegt hat. Im Formelauto hatte er selten Material, das Podestränge erlaubt hätte, damit blieb seine Erfolgsbilanz weit hinter seiner Begabung zurück.

Dank Hilfe der Fachzeitschrift auto, motor und sport kam der damalige Porsche-Werksfahrer 1970 zu Brabham. Mit Platz 3 in Österreich als Highlight (hinter den Ferrari von Jacky Ickx und Clay Regazzoni) und weiteren guten Platzierungen wurde er WM-Elfter. Der Wechsel ins Team von John Surtees war ein Rückschritt – über Rang 5 in England kam der Brillenträger nicht hinaus (WM-Rang 20).

Noch schlimmer dann das Abenteuer mit Team Eifelland – das Formel-1-Auto des exzentrischen Luigi Colani war einer der grössten Flops der GP-Historie. 1973 dann war Stommelen Notnagel im Team von de Adamich, erst Ende 1974 ging es wieder aufwärts. Der zweifache Formel-1-Champion Graham Hill schätzte das technische Wissen und den Speed von Stommelen. Im Spanien-GP 1975 führte der Deutsche mit seinem Embassy Racing-Lola aus Hills Rennstall, aber dann brach der Heckflügel. Vier Menschen, die in einer Sperrzone standen, kamen ums Leben, Stommelen zog sich schwere Knochenbrüche zu.

1976 holte ihn Bernie Ecclestone beim Deutschland-GP in einen dritten Brabham-Alfa, Rolf bedankte sich mit Rang 6. Letzte Formel-1-Station war dann Arrows, aber Stommelen blieb punktelos, und die Freude am GP-Sport war verflogen.

Im Sportwagen blieb er ein Siegfahrer: Er gewann die DRM 1977 mit einem Porsche 935, er gewann die 24 Stunden von Daytona vier Mal, er gewann die Targa Florio. Stommelen war sogar einer der wenigen Ausländer, die sich in den 60er Jahren in die NASCAR-Serie trauten – er fuhr im Training die sechstbeste Zeit, im Rennen brach jedoch der Rahmen seines Ford, und er musste aufgeben.

Seine Leidenschaft kostete Rolf Stommelen das Leben: Am 24. April 1983 brach an seinem Fitzpatrick-Porsche 935 der Heckflügel, als er in Riverside auf Rang 2 lag. Stommelen konnte den Wagen nicht mehr kontrollieren und zog sich beim Aufprall in eine Mauer tödliche Kopfverletzungen zu.

Was das neue Rätsel angeht: Nur Insider wüssten auf den ersten Blick, auf welcher Rennstrecke wir uns befinden. Aber ein Blick auf die verblüffende Farbenpracht des Rennwagen sollte die Ratefüchse auf die richtige Spur bringen.

Wer ist es? Wann und wo ist das Bild entstanden?

Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Rätseln!

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