Maurizio Arrivabene (Ferrari) verhöht seine Kritiker

Von Mathias Brunner
Formel 1
Maurizio Arrivabene

Maurizio Arrivabene

​Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene macht sich über seine Kritiker lustig, die ihn schon auf der Abschussrampe sehen. Er gibt jedoch zu: «Ferrari geht ein hohes Risiko ein.»

Aus irgendeinem Grund haben wir im Rahmen des Spanien-GP die grosse «Game of Thrones»-Woche. Ganz offensichtlich gibt es im Fahrerlager der Formel 1 sehr viele Fans der Fantasy-TV-Serie der verschiedenen Königshäuser im Kampf um den eisernen Thron. Die Machtkämpfe im Fernsehen passen ja auch hervorragend zum Haifischbecken Formel 1.

Alles fing damit an, dass Daniil Kvyat erzählte, der entscheidende Anruf von Red-Bull-Motorsportchef Dr. Helmut Marko (wonach der Russe zu Toro Rosso zurück muss) erreichte ihn, während er zuhause in Moskau auf dem Sofa fläzte und die jüngste Folge von «Game of Thrones» schaute. Auf die Frage, was er nach dem Telefongespräch getan habe, meinte Kvyat, ohne mit der Wimper zu zucken: «Ich habe die Folge zu Ende geschaut.»

Wenig später lag es an Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene, eine Brücke zur TV-Serie zu schlagen und schuld ist der angeblich auf uns zukommende Königsmord: Die Unterstellung des italienischen Magazins Autosprint, Arrivabene müsse wohl den Kopf hinhalten, sollte es mit dem Titel nichts werden, und sein Nachfolger stünde auch schon fest. Es sei der gegenwärtige Technikchef James Allison.

Ein Ferrari-Insider sagt uns im Fahrerlager des Circuit de Barcelona-Catalunya: «Die Geschichte hat viel Unruhe erzeugt. Aber sie stimmt einfach nicht. Wieso sollten wir einen so guten Techniker wie Allison zum Teamchef machen? Das ergibt doch überhaupt keinen Sinn. Und warum sollte Aldo Costa zurück zu uns kommen, wo er eben seinen Vertrag bei Mercedes verlängert hat? Nein, das war nun wirklich Quark. Und dann wurde uns auch noch James Key angedichtet.» Leider (aus Sicht von Maranello) ist der über einen langfristigen Vertrag an Red Bull gebunden.

Klar kann sich der angeblich künftige Ex-Teamchef einen tüchtigen Seitenhieb nicht verkneifen. Maurizio Arrivabene in Spanien: «Sie haben über James Key geredet. Sie haben über Aldo Costa geredet. Sie haben nur einen Namen vergessen – Tyrion Lannister.»

Für alle, die nicht so sattelfest sind bei «Game of Thrones»: Tyrion Lannister ist einer der durchtriebensten Charakteren in der Serie.

Arrivabene lacht: «Ich meine, das wäre doch ein toller Kandidat für den Posten gewesen, warum wird der nicht genannt? Ich war wirklich überrascht. Nein, ernsthaft jetzt – solch spekulative Geschichten kommentiere ich grundsätzlich nicht.»

«Wir treiben ein extremes Entwicklungsprogramm voran. Wir schuften wirklich wie die Verrückten. Wir sind vor dem Beginn der Saison grosse Risiken eingegangen. Aber das musst du auch tun, wenn du einen Rennstall wie Mercedes schlagen willst, das stärkste Team der letzten zehn Jahre. Um so eine Mannschaft zu überflügeln, musst du extrem hart arbeiten und alles auf eine Karte setzen. Ich sage das mit Respekt für unseren Gegner. Und mit der Entschlossenheit, sie einzuholen. Früher oder später.»

Spanien-GP im Fernsehen

Samstag, 14. Mai
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20.00: Sky Sport 2 – Qualifying Wiederholung
22.00: Sky Sport 2 – Qualifying Wiederholung

Sonntag, 15. Mai
6.00: Sky Sport 1 – Qualifying Wiederholung
8.55: Sky Sport 1 – Qualifying Wiederholung
13.00: Sky Sport 1 – Vorberichte Russland-GP
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13.55: Sky Sport 1 – Rennen live
14.00: RTL – Rennen live
15.45: RTL – Siegerehrung und Highlights
15.50: ORF1 – Rennanalyse
16.00: Sky Sport 1 – Analysen und Interviews

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