Moto3-Pilot Leo Rammerstorfer: Sauberer Start ins erste Rennwochenende
Nach einem makellosen ersten Trainingstag in Buriram erwartet Moto3-Rookie Leo Rammerstorfer am Samstag eine weitere Verbesserung. Der Österreicher verbesserte seine Rundenzeit am Freitag um 1,4 sec.
Leo Rammerstorfer aus Linz, der Hauptstadt Oberösterreichs, sorgte bei seinem Weltmeisterschaftsdebüt am Freitag in Thailand für einige hochgezogene Augenbrauen. Während er das erste freie Training am Vormittag damit verbrachte, sich mit der Strecke vertraut zu machen und eine Grundeinstellung für den Chang International Circuit in Buriram zu finden, lieferte der Honda-Pilot im Zeittraining eine Talentprobe ab.
In der 35-minütigen Session nach der Mittagspause, die über den direkten Einzug ins Q2 entscheidet, tauchte Rammerstorfer mehrfach auf dem Zeitmonitor im guten Mittelfeld auf und lag nur knapp hinter den Top-14. Der 21-Jährige zeigte ein gutes Gespür für Timing und Positionierung auf der Strecke. Mit schnellen Vorderleuten verbesserte er seine Zeit in fast jeder Runde und beeindruckte auch mit seiner Konstanz. Erst in den letzten Minuten, als der Kampf um die schnellsten Zeiten richtig heiß wurde, fiel der ambitionierte Rennfahrer auf den 23. Platz zurück. Im Gegensatz zum Vormittag hatte er jedoch seinen Rückstand auf die jeweilige Bestzeit fast halbiert.
Potenzial für weitere Verbesserungen
«Der Freitag begann ganz normal», begann Rammerstorfer mit seinen Erzählungen. «Im freien Training lag der Fokus darauf, so viele Runden wie möglich zu fahren und das Setup an die Strecke anzupassen, was uns für die zweite Session am Nachmittag gut gelungen ist. Natürlich gibt es noch Potenzial für weitere Verbesserungen. Aber der erste Schritt war gut.»
Am Nachmittag zogen Wolken über dem Chang International Circuit auf und es fielen ein paar Regentropfen, was jedoch keinen Einfluss auf das Geschehen auf der Strecke hatte. «Das Zeittraining selbst war wirklich gut, ich fühlte mich sehr wohl und fast alles lief gut», meinte der Sic58-Squadra-Corse-Fahrer. «Es war gut, dass ich ein paar schnelle Hinterräder gefunden habe, mit denen ich gut mithalten und ein paar Dinge von den erfahrenen Jungs sehen konnte. Abgesehen davon bin ich positiv gestimmt, was meine Leistung angeht, denn ich bin einige gute Runden mit guter Qualität gefahren.»
Niveau in der Weltmeisterschaft unglaublich hoch
Rammerstorfer blickt dem Samstag zuversichtlich entgegen: «Daher erwarte ich mir einiges für morgen. Aber ich möchte nicht über eine bestimmte Position sprechen, das wäre verfrüht, denn das Niveau in der Weltmeisterschaft ist unglaublich hoch. Es ist wirklich krass, denn der 23. Platz mit nur 1,3 Sekunden Rückstand sagt schon alles. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir morgen in Sachen Setup einen weiteren Schritt nach vorne machen können. Dann denke ich, dass viel möglich sein wird.»
Rammerstorfer weiter: «Dass ich in der Schlussphase der Session hinter Joel Kelso gefahren bin, war reiner Zufall. Eigentlich war der Plan, im letzten Run nochmal allein zu fahren. Aber als Kelso seine Runde abgebrochen hat, konnte ich trotzdem meine Rundenzeit fahren. Das gibt mir das Selbstvertrauen, dass ich die Zeiten auch allein fahren kann. Es gibt noch ein oder zwei Kurven, in denen ich mich deutlich verbessern muss. Ich sehe es als positiv an, dass es auf einer für mich völlig neuen Strecke nur ein oder zwei Kurven gibt, in denen ich Aufholbedarf habe. Morgen werden wir also so weitermachen wie heute und sehen, was passiert.»
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach