Monisha Kaltenborn, Sauber: «Inakzeptables Verhalten»

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Marcus Ericsson und Felipe Nasr ernteten nach dem Monaco-GP viel Kritik

Marcus Ericsson und Felipe Nasr ernteten nach dem Monaco-GP viel Kritik

Im Monaco-GP hatte das Sauber-Team keinen Grund zur Freude: Marcus Ericsson räumte seinen Teamkollegen Felipe Nasr in der 50. Rennrunde von der Piste, nachdem dieser trotz Team-Anweisung nicht Platz machte.

Für das Sauber-Duo verlief das Rennen im mondänen Monaco so gar nicht nach Wunsch. Denn ausgerechnet die beiden Teamkollegen Marcus Ericsson und Felipe Nasr kollidierten in der 50. von 78 Runden. Schuld am Crash war ganz klar der junge Schwede, der mit einem übermotivierten Manöver in der Rascasse versuchte, an seinen brasilianischen Vordermann vorbei zu kommen. Das sahen auch die Regelhüter so, die ihm eine Strafversetzung um drei Startplätze sowie zwei Strafpunkte aufbrummten.

Die erste Reaktion des ehemaligen GP-Piloten und heutigen Sky Sport F1-Experten Martin Brundle: «Das soll wohl ein Witz sein! Diese Kollision wäre für mich ein Kündigungsgrund für beide Fahrer. Aber leider geht das nicht, weil beide für ihr Auto bezahlen.»

Ericsson verteidigte sich nach dem Rennen: «Ich hatte an dieser Stelle zuvor schon Valtteri Bottas geschnappt, deshalb habe ich es da versucht.» Der 41-fache GP-Pilot beteuerte auch, dass der Angriff erst nach Rücksprache mit seinem Renningenieur erfolgte. Denn vor dem unheilsamen Aufeinandertreffen wurde der Brasilianer über Boxenfunk angewiesen, den Blondschopf vorbei zu lassen – was dieser aber nicht tat.

«Warum? Sagt mir einen vernünftigen Grund!», lautete die Antwort Nasrs am Funk. Später erklärte er: «Ich kam mit kalten Reifen auf die Piste und musste gleich eine ganze Gruppe von Autos überholen lassen. Ich hatte auch ein Problem mit dem Motor, aber ich hatte alles wieder im Griff, deshalb war es für mich nicht der richtige Zeitpunkt, die Plätze zu tauschen.»

Für Teamchefin Monisha Kaltenborn ist klar: «Ein inakzeptables Verhalten beider Fahrer. Heute endete die Arbeit des gesamten Teams in einer Kollision. So etwas wollen wir nicht erleben. Marcus und Felipe wissen, wie viel harte Arbeit in jedem Rennwochenende steckt. Sie haben die Verantwortung, die Autos ins Ziel zu bringen. Als wir die Gesamtsituation bewertet haben, war es wichtig, das schnellere Auto so weit wie möglich nach vorne zu bringen, um eine aufkommende Chance nutzen zu können.»

Und die 44-jährige Juristin betonte: «Unsere Entscheidung basierte auf den Daten beider Autos. Wir haben die Situation intern geklärt. Die Fahrer sind sich ihrer Verantwortung bewusst, solch ein Zwischenfall wird sich nicht wiederholen.» Freuen durfte sie sich nur über den dritten Platz des ehemaligen Sauber-Schützlings Sergio Pérez, der im Force India den dritten Platz eroberte: «Ich möchte noch ein Wort über unseren früheren Fahrer Sergio Pérez und Force India verlieren: Herzliche Gratulation zum dritten Platz in Monaco.»

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