Qualifying Spa: Pole für Mercedes-Star Nico Rosberg

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Nico Rosberg sicherte sich im 13. Qualifying des Jahres zum dritten Mal in Folge die Pole-Position

Nico Rosberg sicherte sich im 13. Qualifying des Jahres zum dritten Mal in Folge die Pole-Position

Mercedes-Star Nico Rosberg drehte im Qualifying zum Belgien-GP die schnellste Runde. Ferrari-Ass Sebastian Vettel muss den 13. WM-Lauf des Jahres vom vierten Startplatz in Angriff nehmen.

Das Qualifying zum Belgien-GP eröffnete Haas-Pilot Romain Grosjean. Der Genfer rückte – wie sein Teamkollege Esteban Gutiérrez hinter ihm – auf dem 41 Grad heissen Asphalt des Circuit de Spa-Francorchamps gleich auf den superweichen Reifen aus. Die beiden Manor-Piloten Esteban Ocon und Pascal Wehrlein rückten auch in den ersten Sekunden aus, die Mercedes-Junioren waren allerdings auf Medium-Reifen unterwegs.

Grosjean war auch der erste Pilot, der eine gezeitete Runde drehte. Nur wenige Augenblicke später kreuzte auch Gutiérrez die Ziellinie und verwies seinen Teamkollegen auf die zweite Position. Der Mexikaner, der für seine gefährliche Fahrweise am Vormittag eine Strafversetzung um fünf Startplätze sowie drei Strafpunkte kassiert hatte, war gleich mehrere Zehntel schneller als der 30-Jährige.

Während Ferrari-Star Sebastian Vettel auch gleich auf den superweichen Reifen auf Zeitenjagd ging, musste Sauber-Pilot Felipe Nasr als Erster eine Streichung der Rundenzeit hinnehmen, weil er in der Eau Rouge die Piste verlassen hatte. Der Brasilianer blieb nicht der Einzige, der diese bittere Pille schlucken musste. Auch Kevin Magnussen geriet in der berühmtesten Kurve im Formel-1-Kalender neben die Strecke.

Acht Minuten nach dem Start des Qualifyings setzte sich Mercedes-Pilot Nico Rosberg mit einem klaren Vorsprung von nahezu neun Zehnteln an die Spitze des Zeitenmonitors – und das, obwohl der Deutsche auf den gelb markierten, weichen Mischung unterwegs war. Entsprechend schnell wurde der Blondschopf von Räikkönen wieder verdrängt, der sich seinerseits gegen seinen Teamkollegen Sebastian Vettel durchsetzen musste.

Für Fernando Alonso war das Training nach nur 14 Minuten vorbei. Der Weltmeister von 2005 und 2006 stellte seinen McLaren-Honda in der Eau Rouge ab. Vier Minuten später durften auch Nasr, Ocon, Daniil Kvyat, Marcus Ericsson und Lewis Hamilton – der wegen der vielen neuen Motorteile ohnehin vom Ende des Feldes losfahren muss – aussteigen.

Die Q1-Bestzeit hatte sich Williams-Urgestein Massa vor Vettel und Räikkönen gesichert. Rosberg, Nico Hülkenberg, Sergio Pérez, Max Verstappen, Daniel Ricciardo, Pascal Wehrlein und Valtteri Bottas komplettierten die Q1-Top-Ten. Auch Jenson Button, Gutiérrez, Grosjean, Magnussen, Carlos Sainz und Jolyon Palmer schafften den Sprung ins Q2.

Q2: Reifenpoker mit Blick aufs Rennen

Auch zum zweiten Qualifying-Segment rückte Rosberg auf der weichen Mischung aus, die 1,2 Sekunden pro Runde langsamer als die superweichen Reifen ist. Ferrari und Red Bull Racing taten es dem Silberpfeil-Pilot gleich und schickten Vettel, Räikkönen und Ricciardo auch auf den weichen Walzen auf Zeitenjagd. Verstappen rückte hingegen wieder mit den rot markierten Reifen aus.

Zur Erinnerung: Die Top-Ten-Piloten müssen auf jenen Reifen, auf denen sie die Q2-Bestzeit aufgestellt haben, auch ins Rennen starten. Reifensorgen der besonderen Art hatte Wehrlein zu bekunden. Der Deutsche meldete schon beim Verlassen der Box, dass ein Rad nicht richtig am Auto montiert worden war.

Weil Verstappen mit der weichsten Mischung die zweitschnellste Runde drehte, reagierte Ferrari und rüstete Vettel und Räikkönen auch mit der weichsten Mischung aus – mit Erfolg, die beiden Weltmeister schafften den Sprung ins Q3 mit der fünftschnellsten Runde (Räikkönen) und der achtbesten Q2-Zeit von Sebastian Vettel.

Auch Rosberg, Verstappen, Hülkenberg, Pérez, Räikkönen, Massa, Bottas, Ricciardo und Button schafften den Sprung ins Top-Ten-Stechen. Für Grosejan, Magnussen, Gutiérrez, Palmer, Sainz und Wehrlein war das Abschlusstraining hingegen gelaufen.

Q3: Pole für Nico Rosberg

Bottas war der erste Top-Ten-Pilot, der sich mit 1:47,612 min eine Rundenzeit gutschreiben liess. Massa und Button verzichteten im Gegensatz zur Konkurrenz darauf, früh auszurücken. Die Zuschauer am Circuit de Spa-Francorchamps jubelten, als sich Max Verstappen mit 1:46,893 min die Spitzenposition von Vettel schnappte.

Lange durften sich die Niederländer aber nicht freuen, denn nur Augenblicke später wurde der 18-Jährige von Rosberg verdrängt. Der Blondschopf umrundete den Traditionskurs in den Ardennen in 1:46,744 min und war damit knapp eineinhalb Zehntel schneller als der in Belgien aufgewachsene Teenager.

Massa reihte sich nach seiner ersten schnellen Runde auf Platz 8 ein und entschuldigte sich hinterher über Funk bei seinem Team. Der Brasilianer wurde in der Folge sogar auf den zehnten Platz durchgereicht. Auch Button kam nicht über den neunten Platz hinaus. Die Pole sicherte sich wie erwartet Rosberg mit 1:46,744 min vor Verstappen, Räikkönen, Vettel, Ricciardo, Pérez, Hülkenberg, Bottas, Button und Massa.

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