Valencia: Was sind die Zeiten wert?

Von Mathias Brunner
Formel 1
Kobayashi bestätigt den guten Eindruck über Sauber

Kobayashi bestätigt den guten Eindruck über Sauber

Zweiter Test-Tag in Valencia: Ferrari bleibt vorne, wieder starke Darbietung von Sauber.

Am ersten Testtag in Valencia war noch alles neu und aufregend. Am Dienstag hat der Formel-1-Alltag Einzug gehalten: Die Rennställe versuchen im Langlauf-Test den Handlings-Charakteristiken der Autos auf die Spur zu kommen.

Erstaunlich: Ein Tag fast ohne rote Flaggen, die Standfestigkeit der neuen Autos ist ein Zeugnis dafür, wie sorgfältig die Rennställe ihre Hausaufgaben gemacht haben. Erst um fünf vor fünf bleibt Kubicas Renault mitten auf der Zielgeraden stehen. Das Stranden geschah absichtlich – die Franzosen wollten herausfinden, wann der Sprit wirklich alle ist. Solche Versuche fahren im Winter alle Teams.

Alle Fahrer hatten auch heute reichlich Sprit an Bord, die Mutter aller Fragen ist: Wieviel?

Renault-Pilot Robert Kubica sagt, stellvertrend für alle: «Es ist nicht wichtig, in Valencia schnell zu sein, sondern in Bahrain. Unsere Priorität ist derzeit, Kilometer auf den Tacho zu kriegen.»

Und Sauber-Fahrer Pedro de la Rosa fügt hinzu: «In Sachen Spritmenge und damit Leistungsfähigkeit der Gegner tappen wir alle im Dunkeln.»

Mit Sicherheit lässt sich derzeit nur sagen: Kamui Kobayashi hat mit seinen Rundenzeiten die guten Eindrücke von da la Rosa am ersten Tag bestätigt – der Sauber ist ein kerngesundes Auto.

Felipe Massa ist mit dem Handling des neuen Wagens zufrieden. Kurze Aufregung bei den spanischen Zaungästen, als ein Pilot mit schwarzem Helm auf die Piste geht. Fährt etwa schon Alonso? Nein – Massa probierte lediglich einen neuen Versuchs-Helm von Schuberth aus.

Während Nico Rosberg im Rennwagen von Mercedes sass, rückte Michael Schumacher auf den Rennrad aus.

Neben der Spritmenge sind die Diffusoren das grosse Tabuthema: Jedes Mal, wenn ein Fahrzeug zurück an die Box kommt, sind die Mechaniker bemüht, die komplexen Luftkanäle im Heck abzudecken.

Williams-Veteran Rubens Barrichello gibt zu: «Wir haben ein Balance-Problem – und noch viel Arbeit vor uns.»

Für morgen Mittwoch bleibt kein Stein auf dem anderen.

Bei Ferrari übernimmt Fernando Alonso von Massa, bei McLaren übernimmt Weltmeister Jenson Button von Lewis Hamilton. Michael Schumacher kehrt ebenso in den Mercedes zurück wie Pedro de la Rosa in den Sauber. Nico Hülkenberg darf nach dem Roll-out in England nun erstmals auch in Spanien den neuen Williams fahren. Jaime Alguersuari debütiert im neuen Toro Rosso, Vitaly Petrov im Renault.

Die Bestzeiten vom Dienstag:

1. Felipe Massa (BR), Ferrari F10, 1:11,722 (124 Runden)
2. Kamui Kobayashi (J), Sauber C29-Ferrari, 1:12,056 (96)
3. Lewis Hamilton (GB), McLaren MP4/25-Mercedes, 1:12,256 (108)
4. Robert Kubica (PL), Renault R30, 1:12,426 (119)
5. Nico Rosberg (D), Mercedes MGP W01, 1:12,899 (119)
6. Rubens Barrichello (BR), Williams FW32-Cosworth, 1:13,377 (102)
7. Sébastien Buemi (CH), Toro Rosso STR 5-Ferrari, 1:13,823 (107)

F1-Streckenrekord Valencia:
Anthony Davidson (GB), Honda RA106, 1:08,540 (aus dem Jahre 2006)

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