Holt KTM den Fahrer- und Team-Titel der GT4 Germany?

Von Martina Müller
In der ADAC GT4 Germany vorne dabei: Der KTM X-Bow GT4 von Felbermayr-Reiter

In der ADAC GT4 Germany vorne dabei: Der KTM X-Bow GT4 von Felbermayr-Reiter

Beim Saisonfinale der ADAC GT4 Germany könnten die KTM-Fahrer Mads Siljehaug und Eike Angermayr den Meistertitel gewinnen. In der Team-Wertung hat Felbermayr-Reiter gute Chancen. Erstmals vier KTM X-Bow GT4 am Start.

Die ADAC GT4 Germany biegt auf die Zielgerade ein: Am kommenden Wochenende (27. bis 29. September) fällt auf dem Sachsenring die Titelentscheidung. Mitten drin sind auch Mads Siljehaug und Eike Angermayr, die im KTM X-Bow GT4 von Felbermayr-Reiter auf Platz zwei in der Tabelle liegen. «Wir hatten am Sachsenring bereits getestet. Unser KTM funktioniert dort super, insofern werden wir richtig schnell unterwegs sein. Ich liebe diese Strecke und wenn alles gut läuft, können wir am Ende vielleicht tatsächlich ganz oben stehen», will Siljehaug unbedingt Champion in der ADAC GT4 Germany werden.

«Ich freue mich schon sehr auf den Sachsenring. Durch die vielen Kurven dürften wir dort auftrumpfen können“, ergänzt Angermayr. Das österreichisch/norwegische Duo hat in der Tabelle 18 Punkte Rückstand auf die Leader Marius Zug und Gabriele Piana, die einen BMW M4 GT4 vom RN Vision STS Racing Team fahren. «Wir wollen auf dem Sachsenring natürlich den Titel einfahren», erklärt Piana «Es wird jedoch nicht leicht für uns. Denn der BMW hat seine Stärken auf der Gerade und die Charakteristik des Sachsenrings weist eben viele Kurven auf.» Dem pflichtet Teamkollege Zug bei. «Wir möchten so weit vorne fahren wie es geht. Und dann schauen wir einmal, was in der Endabrechnung herauskommt. Insgesamt kann man auf dem Sachsenring aber auch als Fahrer einen Unterschied machen.»

Aber auch von hinten droht den beiden KTM-Piloten noch Gefahr. Denn Hamza Owega und Jusuf Owega befinden sich im Mercedes-AMG GT4 von GetSpeed Performance nur zwei Zähler hinter Siljehaug und Angermayr. «Der Sachsenring ist eine sehr spezielle Strecke und technisch herausfordernd. Es macht auf jeden Fall Spaß, dort zu fahren. Ich denke, dass sie dem Mercedes-AMG GT4 ganz gut liegt, wobei leichtere Fahrzeuge wohl einen Vorteil haben», schätzt auch Hamza Owega den KTM stark ein.

«Meiner Meinung nach ist der Sachsenring die schwierigste Strecke im Kalender. Über die Renndistanz kommt es darauf an, die Reifen am Leben zu halten. Das wird der Schlüssel zum Sieg sein. Wir erwarten, definitiv vorne dabei zu sein und gut punkten zu können», so Jusuf Owega. Auch das Mercedes-AMG-Duo Luca Trefz und Morgan Haber (Leipert Motorsport), Michael Schrey und Thomas Jäger im BMW von Hofor Racing by Bonk Motorsport sowie Charles Fagg und Michael Benyahia im McLaren 570S GT4 vom Team GT haben noch theoretische Meisterschaftschancen.

Einen wahren Titelthriller verspricht der Blick auf die Team-Wertung, in welcher das RN Vision STS Racing Team mit 137 Punkten ganz oben in der Tabelle steht. Das KTM-Team Felbermayr-Reiter liegt mit 20 Zählern Rückstand auf Rang vier. Dazwischen befinden sich noch Hofor Racing by Bonk Motorsport und das Team GT. Das Feld der ADAC GT4 Germany wird am Sachsenring zudem von drei Gaststart-Fahrzeugen ergänzt. Neben dem dritten BMW M4 GT4 von Hofor Racing by Bonk Motorsport, sind noch zwei weitere KTM X-Bow GT4 mit dabei. Einer ist für die Tschechen von für RTR projects, die bereits am Nürburgring in der ADAC GT4 Germany Gas gaben. Den zweiten zusätzlichen X-Bow GT4 setzt Valvoline-Reiter ein. All das verspricht ein hochdramatisches Finale der ADAC GT4 Germany auf dem Sachsenring.

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