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Ferrari: Lewis Hamilton mit Sensations-Starts, was machen Italiener besser?
Bei den Formel-1-Wintertests auf dem Bahrain International Circuit hat Ferrari-Superstart Lewis Hamilton bei Probestarts alles in Grund und Boden beschleunigt. Was machen die Italiener besser?
Die Starts bleiben ein heisses Thema in der Formel 1. Jedes Mal zum Schluss eines Vierstunden-Segments stellen sich die Rennwagen zu einem Probestart auf.
Wieso die angeblich besten Rennfahrer der Welt in die Grundschule gehen müssen: Die MGU-H, die von 2014 bis 2025 Energie am Turbolader sammelte, ist verschwunden. Das bedeutet für die Piloten: Um den Lader auf ideale Drehzahl zu bringen am Start, müssen sie den V6-Verbrenner etwa zehn Sekunden hochdrehen. Das Timing muss stimmen.
Starts 2026: Wieso haben viele Fahrer Probleme?
Als Übung verfügten die Regelhüter des Autosport-Weltverbands FIA für die Bahrain-Tests dieses Vorgehen: um Schluss des Tests wurde die rote Flagge gezeigt, die Autos kehrten alle in die Boxengasse zurück. Dann gingen die Rennwagen wieder auf die Bahn, fuhren eine Formationsrunde, stellten sich auf, dann noch eine Formationsrunde, als hätte das Startprozedere abgebrochen werden müssen, bevor sie sich ein zweites Mal auf der Startaufstellung platzierten.
Danach blinkten alle Startpositions-Tafeln blau für fünf Sekunden, nach dieser Warnung kam die bekannte Startampel, mit den fünf im Sekundentakt erlöschenden, gelben Lichtern. Das alles ergibt plus/minus zehn Sekunden.
Die Fahrer kamen dann sehr unterschiedlich weg: Einige hatten den Lader trotz der zehn Sekunden nicht auf Volldrehzahl, bei anderen drehten die Reifen zu stark durch.
Eine Garantie für einen Raketenstart am 19. Februar: der Ferrari mit Lewis Hamilton. Beim Abend-Versuch fuhr der Engländer aus Reihe 3 los, aber in der ersten Kurve knöpfte er Kimi Antonelli im Mercedes die Führung ab.
Wie kann Ferrari so gut losfahren?
Wie kann das gehen? Wie kann Ferrari so gut losfahren? Wenn das beim Saisonauftakt in Australien auch so geht, dann wird nicht die Frage sein, ob Ferrari vorn liegt, sondern nur welcher – Charles Leclerc oder Lewis Hamilton.
Im Fahrerlager kursiert: Der Grund für die spektakulär guten Starts ist ein kleinerer Turbolader im Ferrari. Der kommt schneller auf Volllast als grössere Lader und schliesst das gefürchtete Turbo-Loch – also die Verzögerung zwischen Gasgeben und Schub.
Dass Ferrari hier einen Vorteil hat, zeigte auch beim Abend-Start der Franzose Esteban Ocon. Der Haas-Fahrer kam ebenfalls sehr gut weg. In seinem Heck läuft ein – Ferrari-Motor.
Ferrari-Fahrer Charles Leclerc: «Der Start ist ein sehr wichtiger Moment im Rennen, und das ist mit Sicherheit etwas, das wir mit dieser neuen Regelung im Hinterkopf hatten, um darauf bestmöglich vorbereitet zu sein.»
«Du kannst beim Start oft leichter auf die Schnelle ein paar Plätze gutmachen als später im Rennen. Wir sind in dieser Hinsicht etwas besser aufgestellt, und ich bin froh, dass es so ist.»
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