Einziger Ducati-GP25-Pilot in Thailand: Vorteil für Franco Morbidelli?
VR46-Racing– Pilot Franco Morbidelli meldete sich in Thailand mit einer eigenen Testphilosophie zum Dienst. Der Italiener ist auf der GP25-Ducati gedanklich schon beim MotoGP-Rennauftakt.
Während des großen MotoGP-Tests in Malaysia in der ersten Februarwoche stand Ducati-VR46-Athlet Franco Morbidelli lange nicht im Rampenlicht. An den ersten beiden Tagen in Sepang war «Morbido» nahezu unscheinbar im Feld mitgeschwommen – um im Finale doch einen großen Satz in Richtung Spitze zu machen. Bei einer Sprint-Simulation tauchte er direkt hinter den Ducati-Großkalibern Bagnaia und Marc Marquez auf und zeigte sich auf Augenhöhe mit der Elite.
Noch ausdrücklicher hatte Morbidelli vor einem Jahr in Thailand am Gas der Fluo-Ducati gedreht. Nur Marc Márquez war bei der Generalprobe in Buriram 2025 noch schneller unterwegs. Vor den ersten Runden mit der GP25 in Thailand machte der Römer keinen Hehl aus seinem Plan.
«In Sepang haben wir in viele Richtungen gearbeitet. Es ging ums Aussortieren der groben Themen. Hier werden wir nun an die Feinheiten gehen, auch weil ich ein Paket habe, das gar nichts anderes zulässt. Ich kann und werde mich direkt auf die Abstimmung und die ersten Rennen konzentrieren. Für mich könnte der geringe Abstand von nur fünf Tagen zwischen Test und erstem Rennen ein Vorteil sein.»
Fakt ist: Nur Franco Morbidelli wird in Thailand mit einer klar definierten Spezifikation ausrücken, der GP25. Sowohl Teamkollege Fabio Di Giannantonio als auch Alex Marquez bei Gresini plus die offiziellen Werksfahrer beschäftigen sich zunächst weiterhin mit einem Dreifachmix aus GP24/25/26. Auch Michele Pirro, der in Thailand den verletzten Fermín Aldeguer vertritt, hat ausschließlich Interesse daran, die bestmögliche Unterstützung für die Gesamtbasis 2026 zu definieren.
Franco Morbidelli hingegen muss liefern. Ab Rennen 1. Der Routinier zählt trotz einer soliden Saison 2025 mit Endrang 7 zu den Wackelkandidaten für einen Platz im nächsten Jahr. Angesprochen auf das neu geplante 2027 in Adelaide – der Stadtkurs wird Phillip Island als Ausgrabungsstätte ablösen – ließ er sich nichts anmerken.
«Auf der einen Seite ist die Vorstellung, Phillip Island zu verlieren, nicht schön, es tut mir wirklich leid. Es ist nicht irgendeine Strecke, sondern einer der legendärsten Orte der GP-Geschichte und vielleicht die schönste Strecke überhaupt. Eine sonderbare Vorstellung. Auf der anderen Seite habe ich aber auch volles Vertrauen in die MotoGP und der Umzug auf eine neue Strecke ist auch immer aufregend.»
Ob der Ducati-Privatfahrer den Stadtkurs noch als MotoGP-Pilot unter die Räder nehmen wird, wird allein von seiner Leistung in den kommenden Monaten abhängen. Das Ziel ist klar: Ab Thailand Ausrufezeichen setzen und auch GP26-Piloten unter Druck setzen.
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