Red Bull Ring: McLaren siegt in der ADAC GT4 Germany

Von Martina Müller
ADAC GT4 Germany
Zwei der McLaren 570S GT4 von Dörr Motorsport auf dem Red Bull Ring

Zwei der McLaren 570S GT4 von Dörr Motorsport auf dem Red Bull Ring

Fred Martin-Dye und Phil Dörr gewinnen im McLaren 570S GT4 auf dem Red Bull Ring und sorgen für ersten Sieg von Dörr Motorsport in der ADAC GT4 Germany. Julien Apothéloz und Luca Trefz weiterhin Tabellenführer.

Packende Rennaction und jede Menge Überholmanöver. Die ADAC GT4 Germany präsentierte sich auf dem Red Bull Ring erneut von ihrer besten Seite. In einem spannenden Rennen gewannen Fred Martin-Dye und Phil Dörr (Dörr Motorsport) im McLaren 570S GT4 knapp vor dem Mercedes-AMG GT4-Duo Jan Marschalkowski und Hendrik Still (Team Zakspeed) sowie Aleksey Sizov und Christopher Dreyspring (ebenfalls Dörr Motorsport) in einem weiteren McLaren. «Ich bin natürlich überglücklich. Es ist tatsächlich mein erster Sieg in einem GT-Auto überhaupt. Wir werden heute jedoch nicht ins Dorf zum Feiern gehen, sondern uns auf Lauf zwei am Sonntag vorbereiten», stellte Martin-Dye freudestrahlend fest.

Der Brite hatte das Rennen bereits von der Pole-Position aus begonnen und sich gleich nach dem Rennstart auch an der Spitze des Feldes abgesetzt. Dahinter nistete sich Teamkollege Sizov ein. Der von Platz drei aus losgefahrene dritte McLaren von Christer Jöns verlor in der ersten Runde zunächst drei Plätze, hatte sich nach rund zehn Rennminuten aber wieder auf die dritte Position zurück gearbeitet. Diese musste er später jedoch wieder William Tregurtha (T3-HRT-Motorsport) im Audi R8 LMS abgeben. Als Martin-Dye schon einen Vorsprung von über acht Sekunden herausgefahren hatte, musste das Safety-Car auf die 4,318 Kilometer lange Strecke geschickt werden, um den BMW M4 GT4 von Gabriele Piana (Hofor Racing by Bonk Motorsport) zu bergen.

Das gesamte Feld kam somit auch während der Safety-Car-Phase zum Fahrerwechsel. «Unser guter Vorsprung war durch das Safety-Car natürlich zunichte gemacht», so Martin-Dye. «Somit konnte ich Phil kein Polster mit auf den Weg geben. Er hat in seinem Stint jedoch einen brillanten Job erledigt und den ersten Sieg für Dörr Motorsport in der ADAC GT4 Germany nach Hause gefahren.»

Hinter dem McLaren von Phil Dörr reihten sich nach den Fahrerwechseln zunächst die Dörr-Teamkollegen Mads Siljehaug und Christopher Dreyspring ein, die von Jöns und Sizov die jeweiligen McLaren übernommen hatten. Doch Hendrik Still zeigte sich im weiteren Rennverlauf im Zakspeed-Mercedes-AMG stark aufgelegt und konnte sich bis auf die zweite Position nach vorne kämpfen. Gegen Rennende schloss er noch zum führenden Phill Dörr auf und setzte den Youngster ordentlich unter Druck. Doch Dörr behielt kühlen Kopf und überquerte die Ziellinie letztendlich mit einem Vorsprung von 1,603 Sekunden.

«Ich musste auch den Spritverbrauch im Hinterkopf behalten, konnte alles aber gut managen. Mit dem Mercedes-AMG im Nacken galt es cool zu bleiben und Ruhe zu bewahren. Das ist mir gelungen. Jetzt ist die Stimmung im Team natürlich phantastisch. Wenn man gewinnt, hat alles gepasst», erklärte Dörr, der auch die Juniorwertung für sich entschied.

Hinter Marschalkowski/Still und dem zweiten Dörr-McLaren von Sizov/Dreyspring kamen Joel Sturm und Dennis Fetzer (Team Allied-Racing) im Porsche 718 Cayman GT4 auf Platz vier. Fünfte wurden Marcus Suabo und Marvin Dienst (DLV-Team Schütz Motorsport) im Mercedes-AMG. ADAC GT Masters-Pilot Dienst hatte das Fahrzeug auf der letzten Position übernommen und sich in der zweiten Rennhälfte spektakulär nach vorne gearbeitet. Das sicherte Suabo auch den Triumph in der Trophy-Wertung. Jöns/Siljehaug fielen noch bis auf die sechste Position zurück. Hier das Ergebnis zum Nachlesen

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