Michael Götz (Yamaha): Zehn Jahre Podestpause vorbei

Von Esther Babel
IDM Supersport 600

Die Siege im Superstock-600-Cup im Rahmen der IDM Supersport in Zolder schnappte sich wie immer Marco Fetz. Doch auch hinter ihm war gut was los. Michael Götz beendete mit Platz 2 ein Jahrzehnt ohne Pokal.

Beim IDM-Lauf in Zolder Anfang Juli waren die Fahrer des Superstock 600 Cup, der gemeinsam mit der IDM Supersport ausgetragen wird, nach einer zehnwöchigen Pause wieder auf der Rennstrecken unterwegs. Michael Götz, viele Jahre im Yamaha-R6-Dunlop-Cup aktiv, hatte vor allem im zweiten Lauf Grund zum Jubeln. Während Kollege Marco Fetz den Doppelsieg holte, eroberte Götz den zweite Rang.

«Nachdem ich letztes Jahr das Regenrennen in Oschersleben dominiert und bis zur letzten Runde geführt habe», erinnert er sich an seine letzte Podest-Chance im Cup, «dann aber so blöd war, in der letzten Runde noch einen Fehler zu machen, der mich bis auf Platz 5 zurückwarf, liegt mein letzter Podiumsplatz bim Yamaha Cup lange zurück. Denn der war im Jahr 2009.»

Zolder selber weckte in Götz gute Erinnerungen. Denn es war 1993, als er dort das erste Mal überhaupt auf einer Rennstrecke unterwegs war. Als normaler Straßenfahrer mit einer CBR600. 2016 kehrte er mit dem Cup an die belgische Strecke zurück, fehlte aber 2017. «Da konnte ich leider nicht», erklärt er, «weil durch die verspätete IDM Planung zu dem Zeitpunkt schon mein Sommerurlaub gebucht war. Zolder ist zwar körperlich eine sehr anspruchsvolle Strecke, aber wenn man mal die mangelnden Auslaufzonen an manchen Passagen ausblendet, finde ich den Kurs richtig geil.»

«Das erste Rennen verlief samstags nicht besonders gut für mich», so der Bericht über das IDM-Wochenende. «Von Beginn an befand ich mich in einer Gruppe, in der das Tempo einfach zu langsam war. Besonders ein Fahrer bremste uns hier ein, der durch seine ständige Spätbremserei keinen Rythmus aufkommen ließ. Ganze 27 Sekunden fehlten mir nach dem Rennen auf den Sieger, was mich richtig ankotzte. Aber eigentlich war ich ja selber an der Misere schuld. Dieser Gedanke beschäftigte mich bis spät in die Nacht.»

Für das zweite Rennen wollte es Götz dann unbedingt besser machen, und der Plan ging auf und er mit einem Pokal nach Hause. «Endlich ist mal der Knoten geplatzt», freute er sich nach der Siegerehrung, bei der er den Pokal für Platz 2 überreicht bekommen hatte. «Ich habe mir mal weniger Gedanken gemacht und bin einfach schnell Motorrad gefahren. Ziel war es von Beginn an, an Marco Fetz und Jan Schmidt dran zu bleiben. Der Rest sollte sich dann von selber ergeben. Und siehe da, es hat funktioniert. Ich fuhr das gleiche Rennen, allerdings 24 Sekunden schneller als tags zuvor. Das macht rund 1.7 Sekunde/Runde aus. Marco fuhr mir zum Ende des Rennens etwas davon, aber meinen DLC-Teamkollegen Jan Schmidt konnte ich noch niederringen. Leider ging der im Zweikampf in der letzten Runde noch zu Boden, was mir eicht leid für ihn tat.»

Netter Nebeneffekt von Götz’ schneller Fahrt? Er überquerte das Gesamtklassement von Superstock und Supersport als Zwölfter.
«Alles in allem war Zolder ein geiles Wochenende», fasst Götz zusammen, «auch für meinen Freund und Mechaniker Stefan Neuss aus Siegen. Es hat mich hoffentlich endlich wach gerüttelt, dass ich's doch noch kann. Bis Zolder hatte ich mir von Marc Bornhäuser mein Motorrad auch mal auf das aktuelle Stockreglement bringen lassen. Das hat natürlich auch was gebracht. Jetzt kommt mit Schleiz eine ähnlich Strecke, die ich auch sehr mag. Hier wurde ich letztes Jahr im Cup Fünfter. Ich hoffe, dort wieder auf's Podium fahren zu können und vielleicht mal unserem jungen Seriensieger Marco Fetz, der sicher noch eine gute Zukunft vor sich hat, wenn er so weiter macht, Paroli bieten zu können. Auch die anderen Jungs werden mir das Leben sicher nicht einfacher machen. Aber deswegen fahre ich ja auch hier.»

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