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Siebdrath tankte bei IRRC in Schleiz Selbstvertrauen

Von Thorsten Horn
In der IDM Supersport liegt Marvin Siebdrath aktuell auf Tabellenrang 6. Damit hat der Sachse seine Vorjahresendplatzierung halbiert. Sein Ziel ist aber, sie zu dritteln. Dazu trainierte er bei der IRRC in Schleiz.

Zwei Siege mit Ansage gelangen Marvin Siebdrath bei seinem Gaststart beim Event der International Road Racing Championship (IRRC) auf dem Schleizer Dreieck. Vor dem IDM-Lauf auf der über 100-jährigen und somit ältesten noch genutzten Naturrennstrecke Deutschlands einen Testlauf einzuschieben, macht Sinn, doch die IDM war hier schon am Wechsel-Wochenende Mai/Juni zugange.

«Das kam ganz spontan zustande. Mein Mechaniker vom letzten Jahr hat mich angerufen und gefragt, ob ich Lust hätte, in Schleiz zu fahren. Da hatte ich prinzipiell nichts dagegen, weil so etwas ja immer ein gutes Training ist. Und da es ja auch eine R6 war, war es ja annähernd das Motorrad, welches ich auch in der IDM fahre», erklärte der 21-Jährige gegenüber SPEEDWEEK.com zu seinem Zusatzrennen.

Dazu ergänzte der Sachse aus Wildenfels: «Es ist wichtig, im Rhythmus zu bleiben, jetzt wo die letzten drei Saisonrennen ziemlich kurz aufeinanderfolgen. Auch wenn die Konkurrenz jetzt nicht riesig groß war, kann man mit so etwas auch ein bisschen Selbstvertrauen aufbauen.»

Klar, ist es schön, Rennen zu gewinnen, doch ‚Marv‘ hatte generell viel Freude, an dem was er tat und führte dazu aus: «Schleiz ist sowieso immer etwas Besonderes. Es waren mehr Zuschauer da, als ich erwartet hatte. Auch von daher war es ein super Wochenende und hatte sehr viel Spaß. Ich denke, dass mir das für den Nürburgring was gebracht hat.»

Auf Grund eines (geschenkten) Sieges in Most (nach Disqualifikation von Dirk Geiger) und einem dritten Platz in Schleiz sowie zwei Qualifikationen für die erste Startreihe, mutet der aktuell sechste Tabellenrang des Teamkollegen des Meisterschaftsführenden Andreas Kofler fast etwas mager an. «Wir haben eigentlich alles schon einmal erreicht, was es zu erreichen gibt, aber manchmal hatte ich einfach ein bisschen Pech. Zum Beispiel in Assen war mein Speed das ganze Wochenende ziemlich gut.» Im ersten Rennen stürzte er inmitten der um den Sieg kämpfenden Fünfer-Spitzengruppe und im zweiten Lauf lieferte seine Yamaha zwischenzeitlich die normale Motorleistung.

Allerdings ist Marvin Siebdrath auch ehrlich genug, um anzumerken, dass auch er Fehler gemacht hat. «Es war nicht nur Pech. Bei meinen Stürzen im zweiten Rennen in Most und Assen 1 war ich selbst schuld. Es sind halt Sachen, bei denen ich selbst noch dazu lernen muss. Am Ende ist das erst meine zweite volle Saison in der IDM Supersport, da passieren einfach noch Fehler. Aber wir arbeiten gut und machen immer noch Schritte, dann wird sich der Erfolg früher oder später einstellen, dessen bin ich mir sicher», gibt er sich selbstbewusst und kämpferisch.

Sieht also so aus, als wenn es etwas an der Konstanz hapert. «Ja und nein. Ich würde eher sagen, dass noch ein bisschen Erfahrung fehlt. Wir sind in den Qualifyings immer in der ersten oder zweiten Startreihe gewesen und in den Rennen, bis auf letztes Mal in Assen mit dem Problem, meist Top-7. Von daher passt es eigentlich ganz gut. Die Erfahrung, mit verschiedenen Situationen richtig umzugehen und kühlen Kopf zu bewahren, vor allem in den Rennen, da sehe ich noch Potenzial.»

Was geht noch? «Jetzt gilt es, am Nürburgring und in Hockenheim die Sachen ordentlich zusammenzubringen und noch vier solide Rennen abzuliefern. Der Speed ist auf jeden Fall da, das haben wir schon mehrfach bewiesen. Mal sehen, wo die Reise noch hin geht. Das Ziel ist aber klar – vier Mal ums Podium zu kämpfen.»

Aktuell hat Marvin Siebdrath punktgleich mit Marcel Brenner 99 Zähler auf seinem Konto. Die ersten Drei der Tabelle, Andreas Kofler, Dirk Geiger und Luca de Vleeschauwer scheinen mit 177, 158 und 148 Punkten außer Reichweite, doch auf den Gesamtvierten Daniel Blin fehlen hingegen nur deren 23. So nennte er Endrang 4 auch als sein konkretes Ziel fürs Restprogramm. «Wir schauen nach vorn. Top 4 ist noch drin, also ist Top 4 das Ziel. Ich denke, das ist auch realistisch.»

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