2018: AGR-Team steigt aus beiden WM-Klassen aus

Von Günther Wiesinger
Moto2
Der Kolumbianer Yonny Hernandez enttäuschte TV-Koch Karlos Arguiñano

Der Kolumbianer Yonny Hernandez enttäuschte TV-Koch Karlos Arguiñano

Beim Team dem spanischen TV-Kochs Karlos Arguiñano bleibt 2018 die Küche kalt. Der private Rennstall zieht sich aus den Klassen Moto3 und Moto2 zurück.

Es hat sich in den letzten Wochen Schritt für Schritt abgezeichnet. Das spanische AGR-Team (AGR steht für die Teamgründer Arguiñano & Gines) des populären TV-Kochs Karlos Arguiñano, der 69 Jahre alt ist und aus Gipuzkoa im spanischen Baskenland kommt, wird sich nach dieser Saison aus dem GP-Sport zurückziehen.

Die AGR-Mannschaft blieb nach den Erfolgen mit Jonas Folger (2014 und 2015) recht erfolglos, der populäre Koch steuert auf die 70 zu und verlor allmählich die Lust daran, immer wieder frisches eigenes Geld in den Rennstall zu buttern.

In der Moto2 wurde das AGR-Team 2017 vom Kolumbianer Yonny Hernandez bitter enttäuscht. Jetzt fährt er in der Moto2-WM mit dem Amerikaner Joe Roberts – auch keine Offenbarung, wie der Auftritt in England zeigte (28. Startplatz, im Rennen landete er immerhin auf Rang 21).

Und in der Moto3-WM hat Maria Herrera in zwölf Rennen 2017 erst einen Punkt kassiert.

Teammanager Iker Burutxaga wollte zumindest das Moto2-Team weiterführen.

Inzwischen hat sich bei seinen Ausrüstern Kalex und KTM und im Paddock die Überzeugung breitgemacht, dass nach dieser Saison endgültig zugesperrt wird. Auch die Teammitglieder machen kein Geheimnis daraus.

Aber diese Neuigkeit soll erst beim Aragón-GP offiziell verkündet werden.

AGR erlebte die besten Jahre 2014 und 2015 mit Jonas Folger. Der Bayer bescherte der AGR-Truppe vor zwei Jahren sogar zwei Moto2-GP-Siege. 2016 übernahm Marcel Schrötter den Moto2-Platz bei AGR auf Kalex, dann folgte er Folger bei Intact-Team nach.

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