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Nach verpasstem WM-Titel: Intact-Teamchef über die Macht der Psychologie
Das deutsche Team Liqui Moly Dynavolt Intact feierte in der Moto2-WM 2025 Erfolge wie nie zuvor. Jürgen Lingg blickt vor dem Saisonstart 2026 zurück und erklärt, was Manuel Gonzalez aus der Bahn warf.
Moto2
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In den ersten 14 der 22 Rennen umfassenden Saison 2025 stand Manuel Gonzalez neunmal auf dem Podium, viermal als Sieger. Nach dem Barcelona-GP Anfang September lag der Spanier in der Gesamtwertung 38 Punkte voraus. In Misano und Motegi büßte «Manu» im gleichen Monat insgesamt acht Zähler auf Diogo Moreira ein, dann folgte der schicksalhafte Indonesien-GP: Während Moreira für den Sieg 25 Punkte kassierte, wurde Gonzalez Platz 2 aberkannt, weil er mit einer veralteten Softwareversion unterwegs war, die in Anwesenheit der Techniker von Magneti-Marelli aufgespielt worden war. Dadurch hatte er einen Nachteil – und wurde auch noch bestraft, weil das Reglement im Gegensatz zur Moto3-Klasse die neueste Version vorschreibt.
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Manuel Gonzalez erholte sich nicht mehr Von diesem Schock konnte sich der 23-Jährige nicht mehr erholen und unterlag Moreira in jedem der letzten fünf Rennen. Der Brasilianer, der deutlich schwächer in die Saison gestartet war, konnte das Ruder herumreißen und die Weltmeisterschaft am Ende mit 30 Punkten Vorsprung gewinnen. Für Liqui Moly Dynavolt Intact GP wäre es der erste WM-Titel gewesen, doch auch Platz 2 bedeutet den größten Erfolg in der 13-jährigen Teamgeschichte.
Es hat gedauert, bis die Freude bei Teamchef Jürgen Lingg und den Mechanikern die Enttäuschung über den Verlust des WM-Titels überwog. «Bei mir dauerte das nicht so lang, aber bei den Jungs merkte ich Anfang Dezember noch, dass sie nicht glücklich waren mit dem Ausgang», erzählte der Allgäuer beim Treffen mit SPEEDWEEK.com. «Ich habe intern klar kommuniziert, dass das unsere beste Saison war. Man hat nicht alles selbst in der Hand oder es fehlt das nötige Glück. Das war trotzdem eine super Saison. Wenn uns vorher jemand gesagt hätte, dass wir sechs Grands Prix gewinnen in der Moto2 und fünf Pole-Positions einfahren – wir müssen zufrieden sein. Ich wusste, dass es zum Schluss hin schwer wird, deswegen habe ich mich damit abgefunden. Ich versuche immer das Positive rauszuziehen und natürlich wollen wir daraus lernen, was wir verbessern müssen, damit es funktioniert. Aber für meine Jungs war es hart, das zu akzeptieren.»
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Zwei Schlüsselmomente in der Saison 2025 Die Schlüsselmomente der Saison sind für Lingg leicht auszumachen: «Der erste kleine Knick war, als klar wurde, dass Manu wieder nicht in die MotoGP aufsteigen kann, obwohl er zu dem Zeitpunkt der klar Bessere war. Da war der Braten schon zu riechen, dass Moreira in die MotoGP kommt. Da fragte ich mich, was passieren wird. Ob sich Manu ‚jetzt erst recht’ sagt, oder ob es schwierig wird. Und es wurde eher schwieriger, die Lockerheit war nicht mehr da. Der Genickschuss war Indonesien. Aber nicht wegen der 20 Punkte, die wir dort verloren haben, sondern wegen dem Mentalen. Da wusste ich, dass es schwer wird. Die folgenden Stürze resultierten aus dem Druck, ihm ging es nicht mehr so locker von der Hand. Aber selbst, wenn er noch locker gewesen wäre: In der ersten Saisonhälfte hatten wir mehr. Wir hatten uns ein paar Vorteile erarbeitet und schneller den Dreh mit den Reifen raus und auch mit den Federelementen – das hat gut funktioniert. Die anderen haben dann Schritt für Schritt aufgeholt und wir konnten nicht mehr zulegen.»
«Es geht um die Feinabstimmung», betont Lingg. «Wenn du eine Zehntelsekunde bei der Technik findest, dann kann das dem Fahrer noch mal zwei Zehntel bringen, weil er sich wohlfühlt. Ganz wichtig ist die Atmosphäre im Team. Das ist wie im Fußball: Du kannst die besten Leute haben, aber wenn die nicht harmonieren, dann geht es nicht. Die Chemie muss stimmen. Ich versuche immer, ehrlich und transparent zu sein. Wir müssen auch nicht die besten Freunde sein, aber man muss sich gegenseitig respektieren und bis zu einem gewissen Punkt tolerant sein und diszipliniert. Das gilt für den Fahrer wie für jedes Teammitglied. Denn technisch sind alle gut, da ist es ganz schwierig, sich einen Vorteil zu erarbeiten. Das ganze Paket und die Grundabstimmung müssen passen.» Jürgen Lingg: Das war Balsam auf Seele Der Teamchef abschließend: «Für uns ist wichtig, dass einer sagt, dass er bei uns fahren will. Das ist der erste Schritt ins Positive, dass du gute Ergebnisse einfahren kannst. Manu wollte unbedingt zu uns, das hat mir gutgetan. Ich hatte schon vor drei Jahren probiert ihn zu holen, aber ich war immer entweder zu spät oder es ging nicht wegen irgendwelchen Vertragssituationen. Deshalb war es eine Genugtuung, dass wir diesen Sack zumachen konnten.»
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Die Weltmeisterschaft 2026 beginnt am Freitag, 27. Februar, auf dem Buriram International Circuit in Thailand. Für das Intact-Team aus Memmingen wird es darum gehen, gegenüber 2025 noch eins draufzusetzen, auch wenn Lingg den Ball mit typisch schwäbischem Understatement wie immer flach hält.
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