Alex Baumgärtel (Kalex): «Gefühl & Erfahrung mit Alu»

Von Günther Wiesinger
Moto2
Alex Baumgärtel

Alex Baumgärtel

Kalex-Geschäftsführer Alex Baumgärtel hat sich noch nie mit dem Gedanken befasst, ob er auch mit Stahlrahmen Erfolg haben könnte.

Seit dem Einstieg von KTM in die Moto2- und MotoGP-WM 2017 wird im GP-Paddock die Frage diskutiert, ob ein Gitterrohrstahlrahmen den Alu-Chassis der Konkurrenz ebenbürtig sein kann. In der Moto2 setzen alle Hersteller mit Ausnahme von KTM auf Alurahmen. In der MotoGP sieht sich KTM einer Übermacht von Alu-Chassis gegenüber – Honda, Yamaha, Suzuki,  Ducati und Aprilia vertrauen auf Aluminium-Konzepte.

Alex Baumgärtel, Geschäftsführer und Miteigentümer von Kalex engineering, hat in zweieinhalb Jahren zehn KTM-Moto2-Siege miterlebt. Aber er selbst outet sich als hartnäckiger Alu-Befürworter.

Alex, kann ein Chassis-Konstrukteur einen Stahlrahmen bauen und ein paar Monate später ein Alu-Chassis? Oder muss man sich auf ein Material spezialisieren?

Ich denke, aus dem Stand wird es schwierig, weil du dir natürlich neben den Zahlen und Daten auch ein Gefühl aufbaust.

Und das Gefühl ist ein Faktor, der nicht zu vernachlässigen ist. Das würde ich jetzt mal sagen, nur auf mich und meine Person beschränkt oder bezogen. Damit baut man etwas auf, von dem man sagt: Okay, man bildet Gefühl und Zahlenwerte aus der Simulation.

Bei Suter konstruiert Alex Giussani seit Jahren erfolgreich Alu-Chassis für alle drei GP-Klassen, Suter hat 2011 und 2012 zweimal die Moto2-Marken-WM gewonnen. 2018 hat Giussani den ersten Stahlrahmen für das Moto2-Team von MV Agusta konstruiert. Es geht also?

Anscheinend, ja. Man müsste sich damit beschäftigen und könnte dann ein paar Erfahrungen machen.

Ich kenne nur meine Erfahrungen aus dem Automobilbau, wo ich die Querlenker und so weiter alles aus Stahl gemacht habe. Dadurch hat man natürlich etwas Erfahrung, was Flex und Festigkeit angeht.

Wenn ein namhaftes Motorradwerk kommen und bei dir einen Stahlrahmen in Auftrag geben würde, würdest du so einen Auftrag annehmen und sagen: «Jetzt habe ich zehn Jahre mit Alu gewonnen, jetzt beweise ich, dass es auch mit Stahl geht.»

Keine Ahnung. Ich habe mir darüber noch keine Gedanken gemacht. Ich bin ziemlich eingespannt mit dem, was wir in der Moto2-Klasse zu tun haben. Ich bin eigentlich froh, wenn ich meine Arbeitszeit allmählich ein bisschen reduzieren kann.

Darüber habe ich mir nie den Kopf zerbrochen. Wir rüsten mehr als 20 Moto2-WM-Fahrer aus. Wir sind ausgelastet...

Nächstes Jahr werden durch den KTM-Rückzug noch mehr Moto2-Teams auf KTM fahren. Zum Beispiel Red Bull Ajo, wie bei KTM zu hören ist.

Dazu kann ich vorläufig keinen Kommentar geben. Das American Team hat neu bei uns unterschrieben. Das steht fest.

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