Tom Lüthi zu Saisonstart: «Mental ist es eine Hilfe»

Von Otto Zuber
Moto2
Tom Lüthi kann es kaum erwarten, bis es wieder losgeht – zu sehr will er sich trotzdem noch nicht freuen

Tom Lüthi kann es kaum erwarten, bis es wieder losgeht – zu sehr will er sich trotzdem noch nicht freuen

Tom Lüthi geniesst die Ankündigungen zum WM-Restart im Juli noch mit Vorsicht. «Es ist noch nichts definitiv», warnt er, betont aber auch, dass es positiv ist, wieder ein Ziel vor Augen zu haben.

Vor Saisonstart hatte sich noch nicht abgezeichnet, dass die GP-Piloten in diesem Jahr eine ganz besondere WM-Situation vorfinden würden. So startete auch Tom Lüthi wie gewohnt ins 2020-Abenteuer: Im Februar wurden die ersten Testfahrten absolviert und der Schweizer besuchte die Messe «Swiss Moto», danach ging es nach Katar, wo die Moto2- und Moto3-Piloten erst testen und dann den WM-Auftakt absolvieren durften.

Der WM-Auftakt der MotoGP musste da schon wegen der Coronakrise verschoben werden, auch die Teilnehmer der kleineren WM-Klassen mussten sich daraufhin lange gedulden, weil ein Event nach dem anderen verschoben werden musste. Lange war nicht klar, ob und wie es weitergehen würde, bis Carmelo Ezpeleta, CEO von WM-Promoter Dorna, Ende April einen neuen WM-Fahrplan präsentierte.

Dieser sieht die Rückkehr auf die Piste für Ende Juli vor – vorerst ohne Zuschauer und mit einem abgespeckten WM-Tross, der sich auf die absolut notwendigen Teammitglieder und Helfer beschränkt. Trotz eines ausgeklügelten «closed door protocol», das zur Minimierung der Ansteckungsgefahr entwickelt wurde und umfangreiche Tests für die WM-Teilnehmer vor Ort vorsieht, hängt der neue Kalender letztlich auch von der weiteren Entwicklung der Lage ab – und davon, dass sämtliche Test negativ ausfallen.

Deshalb will sich Lüthi noch nicht zu sehr freuen. Der WM-Dritte des Vorjahres sagt mit Blick auf die neuesten Pläne der WM-Verantwortlichen: «Die Ankündigungen geniesse ich zur Zeit noch mit Vorsicht. Es ist noch nichts definitiv, somit ist also noch immer fast alles möglich.» Er sagt aber auch: «Dennoch ist es vor allem mental eine Hilfe, wieder ein potentielles Ziel ins Auge fassen zu können.»

«Sobald wir wissen, wann es effektiv los geht, können wir das Fitnesstraining wieder auf einen Stichtag ausrichten – womit die Motivation natürlich direkt nochmals ansteigt. Ich kann es kaum erwarten, wieder auf der Rennstrecke zu sein. Je früher, desto besser, sofern es die Umstände zulassen», fügt der 33-Jährige an.

Intact-GP-Teamteilhaber Stefan Keckeisen ist seinerseits zuversichtlich: ««Ich bin sehr froh darüber, dass wir von der Dorna und von der IRTA in der letzten Woche sehr positive Infos bezüglich der Wiederaufnahme der Saison 2020 erhalten haben. Sicherlich werden wir in den ersten Rennen mit grossen Einschränkungen und massiven Vorgaben zu kämpfen haben, aber ich denke, dass wir diese gemeinsam meistern werden.»

«Das Team ist bereit und wir werden bestens vorbereitet und hochmotiviert hoffentlich Mitte Juli wieder starten können. Ich gehe auch davon aus, dass das mediale Interesse und die weltweiten TV-Einschaltquoten sehr gut sein werden, die Fans sind ausgehungert, jeder sehnt sich nach Rennaction. Auch für unsere vielen Partner und Sponsoren ist das im Moment keine einfache Zeit. Wir haben sehr viel Gespräche in den letzten Wochen geführt und haben hier auch die volle Rückendeckung von allen Partnern erfahren», freut sich der Mitbesitzer des Moto2-Rennstalls.

«Bald wieder auf dem Rennplatz zu sein bedeutet für uns, endlich wieder dem nachgehen zu können, worauf wir uns den ganzen Winter über vorbereitet haben», erklärt Lüthis Manager Daniel Epp. «Auch wenn wir noch nicht wieder die vollen Möglichkeiten eines Rennwochenendes ausschöpfen können, so können wir etwa den Sponsoren den Zugang in das beeindruckende Paddock aktuell nicht ermöglichen, werden wir andere Wege finden, um die glücklicherweise trotzdem stattfindenden Rennen mit unseren Partnern und Sponsoren zu verfolgen.»

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