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Erstes Superbike-Podest: Yari Montella (Ducati) hofft auf eine neue Ära
Axel Bassani überzeugt beim Superbike-WM-Auftakt auf Phillip Island mit Rang 4. Trotz Strafe und Ducati-Dominanz kämpft der Bimota-Pilot bis zur letzten Kurve um das Podium.
Zum Auftakt der Superbike-WM 2026 auf Phillip Island setzte Axel Bassani ein starkes Ausrufezeichen: Der Bimota-Pilot fuhr im ersten Rennen am Samstag auf Rang 4 und zeigte damit eine der überzeugendsten Leistungen seiner bisherigen Karriere. Lediglich 0,036 Sekunden fehlten ihm zum Podium, auf Sieger Nicolo Bulega auf der überlegenen Werks-Ducati büßte er 6,183 Sekunden ein. Gleichzeitig war Bassani der beste Fahrer, der nicht auf einem Motorrad aus Borgo Panigale unterwegs war.
«Es war eines meiner besten Rennen hier in Australien und zu 100 Prozent mein bestes Rennen mit der Bimota. Ich verstehe das Motorrad jetzt besser. Sicher können wir noch einige Bereiche verbessern, aber wir sind nah dran», erklärte der Italiener nach dem Rennen.
Die starke Performance bekam allerdings früh einen Dämpfer: Nach einem aggressiven Manöver gegen MarcVDS-Ducati-Pilot Sam Lowes in Kurve 4 musste Bassani eine Position zurückgeben. Besonders ärgerlich war für ihn der Zeitpunkt der Entscheidung.
«Von der Strafe kann man halten, was man will. Doch richtig schlecht war, dass sie mir die Strafe erst nach drei oder vier Runden gegeben haben. Wenn man etwas Merkwürdiges macht, sollte man die Strafe sofort oder spätestens nach einer Runde erhalten. Denn ich hatte bereits eine Sekunde auf den Fahrer hinter mir herausgefahren. Deshalb verlor ich viel Zeit», ärgerte sich der Italiener.
Trotz dieses Rückschlags zeigte Bassani ein konstant hohes Tempo und arbeitete sich im Feld wieder nach vorne. «Ich freue mich sehr über mein Renntempo. Von Anfang bis Ende war ich schnell und ich machte viele Positionen gut. Wir kamen nah ans Podium heran und ich bin happy, genau wie das Team.»
Eine Schlüsselrolle spielten die ersten Rennrunden, in denen sich die Spitzenfahrer bereits absetzen konnten. «Beim Start waren wir nicht besonders schnell. Wenn wir nicht ganz vorne starten, dann ist es für uns schwer, zu überholen. Hier sind die ersten Runden sehr wichtig. Bulega und Montella setzten sich sofort ab», erklärte Bassani, der von Position 5 ins Rennen ging.
Umso bemerkenswerter war Bassanis Leistung angesichts der Ducati-Stärke auf Phillip Island und eines klaren Topspeed-Nachteils der Bimota. «Das ist eine der Ducati-Strecken und wir waren vorn dabei. Also können wir happy sein.» Besonders im zweiten Rennabschnitt überzeugte er mit starken Zeiten: «Ab der Halbzeit des Rennens waren wir die Zweitschnellsten hinter Bulega.»
In der Schlussphase entwickelte sich ein intensives Duell mit GoEleven-Ducati-Pilot Lorenzo Baldassarri, das bis in die letzte Runde hinein offen blieb. «In den letzten sechs oder sieben Runden probierte alles, um ihn einzuholen. Wir machten viel Zeit gut. In der letzten Runde fühlt man sich dann noch stärker als der Fahrer, der vor einem fährt. Doch es wäre zu gefährlich gewesen, ein Manöver zu starten. Dann hätte ich alles verlieren können. Ich probierte es in der letzten Kurve. Aber mir war klar, dass es unmöglich ist. Wir kamen sehr nah heran.»
Am Ende blieb Rang vier – doch der Auftritt auf Phillip Island macht deutlich, dass Bassani und Bimota im Jahr 2026 ein ernstzunehmender Faktor sein könnten. Aktuell ist die Edelschmiede aus Rimini hinter Ducati die zweitstärkste Kraft in der Serie.
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