Bagnaia vor der Unterschrift? Werksvertrag von Aprilia liegt auf dem Tisch
Während sich das MotoGP-Feld in Buriram auf den Rennstart 2026 vorbereitet, werden die Weichen für 2027 gestellt. Vieles deutet darauf hin, dass in Noale ein Dreamteam mit Pecco Bagnaia entsteht.
Die ersten Stunden des finalen Zweitages-MotoGP-Tests in Thailand endeten mit einem erfreulichen Bild für Pecco Bagnaia. Zur kurzen Mittagspause führte der Italiener das Feld der 22 Piloten an. Eine womöglich nicht an den Haaren herbeigezogene These: Bagnaia fährt wieder frei auf, weil seine zuletzt ungewisse Zukunft als MotoGP-Werksfahrer nun geklärt ist.
Eine offizielle Bestätigung liegt nicht vor, aber alle Anzeichen stehen auf eine Einigung zwischen MotoGP-Doppelweltmeister Francesco Bagnaia und der Aprilia-Werksmannschaft unter der Führung von Massimo Rivola. Aus gut informierter Quelle geht hervor, dass Bagnaia kurz vor dem Abschluss eines Vertrags steht, der ihn für die nächsten zwei Saisons zu seinem Landsmann und engen Freund Marco Bezzecchi in das Werksteam aus Noale bringt. Damit würde eine Art italienisches Dreamteam entstehen, das den bereits gestarteten ernsthaften Angriff auf den Weltmeistertitel auch mittelfristig bestärken soll.
Bagnaia wurde erstmals mit einem Wechsel zu Aprilia in Verbindung gebracht, sobald klar wurde, dass Pedro Acosta seinen Platz neben Marc Márquez im Ducati-Werksteam für 2027 einnimmt. Die Gerüchte hatten sich jedoch in den letzten Wochen etwas abgekühlt, da auch Yamaha ein großzügiges Angebot unterbreitet haben soll, um Bagnaia dazu zu bewegen, sich Jorge Martín anzuschließen und sowohl Alex Rins als auch den zu Honda wechselnden Fabio Quartararo durch ein eigenes Team aus Weltmeistern zu ersetzen.
In den letzten Tagen hat sich das Pendel jedoch wieder in die andere Richtung bewegt, da sich das MotoGP-Fahrerlager in Buriram zum letzten Test vor Saisonbeginn und zur Eröffnungsrunde der Meisterschaft wenige Tage später versammelt. Italienische Medien vermuten, dass das wettbewerbsfähigere Paket von Aprilia ihn von Yamahas finanziell lukrativerem Angebot abgehalten hat.
Keine große Überraschung angesichts der sehr schwierigen Saison, die Bagnaia 2025 durchgemacht hat, mit einer harten Zeit an der Seite eines dominierenden Marc Márquez auf einem Motorrad, auf dem er sich nie wohlfühlte, was ihm einen eher glanzlosen fünften Platz in der Gesamtwertung der Meisterschaft einbrachte.
Aprilia und die RS-GP locken mit Siegfähigkeit
Und obwohl Yamahas überarbeitetes MotoGP-Projekt mit V4-Motor sicherlich ungenutztes Potenzial hat und mit einem deutlich höheren Gehalt als Aprilia verbunden wäre, braucht der Weg zurück an die Spitze eindeutig noch mehr Zeit – Zeit, die Bagnaia derzeit möglicherweise nicht hat.
Offensichtlich hat sich die Situation in den letzten 24 Stunden weiterentwickelt. Die Vermutung liegt nahe, dass Pecco Bagnaia unmittelbar vor der Finalisierung des Aprilia-Deals steht.
Damit wäre Aprilia das erste Werksteam in der Startaufstellung, das seine vollständige Aufstellung für die neuen MotoGP-Motorräder nach neuem Regelwerk für 2027 gesichert hat. Der neue Vertrag mit «Bezz» wurde bekanntlich während der Vorsaison-Tests in Sepang öffentlich gemacht.
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