Jonas Folger: Moto2 im Argiñano & Gines-Team

Von Günther Wiesinger
Moto2
Jonas Folger

Jonas Folger

Jonas Folger wechselt für 2014 die Klasse und fährt im Argiñano & Gines-Team eine Moto2-Kalex – neben Axel Pons.

Jonas Folger hat in Brünn 2008 unmittelbar nach seinem 15. Geburtstag in der 125-ccm-Weltmeisterschaft debütiert und bisher in der kleinsten Klasse bei 79 Starts zwei Siege und insgesamt zehn Podestplätze erreicht. Beim Aragón-GP erreichte der Kalex-Pilot aus dem Mapfre-Aspar-Team Platz 7. Wegen der Knöcheloperation bewegte er sich abseits des Motorrads mit Krücken fort.

Jetzt hat Folger mit seinen 179 Zentimetern Grösse von der kleinsten Klasse die Nase voll.

Er hat bereits im November 2011 in Valencia eine Moto2-MZ getestet und will jetzt mit 20 Jahren endlich seinen Landsleuten Marcel Schrötter und Sandro Cortese in die Moto2-WM nachfolgen.

Folgers spanischer Manager Cristian Llavero deckt die Karten nicht gerne auf, aber seine Vertragsverhandlungen hinterlassen natürlich Spuren.

Er hat am Sonntagnachmittag nach dem Rennen von Misano noch einmal mit Marc-VDS-Teammanager Michael Bartholemy verhandelt, aber dort war man sich längst mit Mika Kallio als Teamkollegen von Tito Rabat einig geworden.

Auch bei den anderen Moto2-Spitzenteams wie Pons (dort fahren künftig Luis Salom und Maverick Viñales) waren die Türen zugefallen. Ausserdem interessierte sich Folger nur für einen Rennstall, der ihm Kalex-Material zusagte.

Deshalb ist die Wahl auf das Team Argiñano & Gines gefallen, das in dieser Saison mit Speed-up-Bikes und den Piloten Alberto Moncayo und Steven Odendaal an den Start geht.

Ein weiteres Moto3-Jahr wollte Folger auf keinen Fall auf sich nehmen. Er hätte bei Calvo eine Werks-KTM (statt Vinales) fahren können.

Und in Aragón verriet Red-Bull-KTM-Ajo-Teambesitzer Aki Ajo im Gespräch mit SPEEDWEEK.com eine kleine Überraschung. «Ich habe Llavero kürzlich ein Angebot für Jonas gemacht. Er hätte bei uns die Moto3-WM fahren können», erzählte Ajo. «Aber es bestand kein Interesse.» Denn bei Ajo ist der dritte Platz neben Miller und Hanika noch unbesetzt: Sissis muss vielleicht gehen, Khairuddin fährt auf Ajos viertem Platz mit AirAsia-Sponsorship.

Sandro Cortese machte es vor zwei Jahren anders. Und vielleicht schlauer. Er wollte damals auch nach sieben 125er-Jahren in die Moto2 aufsteigen. Er hätte aber bei jedem Team zwischen 300.,000 und 500.000 Euro Sponsorgeld mitbringen müssen.

Also unterzeichnete er einen gutdotierten Vertrag bei Red Bull-Ajo KTM, er kehrte also zu Ajo zurück, der ihn Ende 2010 vor den Tür gestellt hatte (wie Folger ein Jahr später).

Cortese gewann 2012 sieben GP-Rennen und die Moto3-Weltmeisterschaft. Jetzt hat Sandro (Platz 10 in Aragón) einen lukrativen Zwei-Jahres-Vertrag im professionellen Dynavolt Intact GP-Team, das von Stefan Keckeisen (Intact Batterien), Wolfgang Kuhn (Kuhn Bau AG) und Techniker Jürgen Lingg umsichtig geführt und völlig auf seine Belange massgeschneidert wurde.

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