Phillip Island abserviert – erste Reaktionen von Fans, Casey Stoner & Co.
Was sich andeutete, wurde nun offiziell bestätigt. Die MotoGP wird sich von Phillip Island nach dieser Saison verabschieden und ab 2027 in Adelaide fahren. Der Unmut entfaltet sich auf Social Media.
Die Gerüchte kamen bereits vor Monaten auf, doch so richtig wollte man nicht daran glauben. Keine MotoGP auf Phillip Island mehr? Das kann doch nur ein Druckmittel sein, um Modernisierungen voranzutreiben. Als vor wenigen Tagen die Gerüchteküche ernster brodelte, war klar, dass sich etwas zusammenbraut. Umso bemerkenswerter ist es, dass Liberty Media und die MotoGP Sports Entertainment Group (ehemals Dorna) Nägel mit Köpfen macht, die Strecke auf der Insel aus dem Kalender nimmt und mit dem
Regelrechter Shitstorm auf Entscheidung
Als der «motogp»-Instagram-Account die Meldung veröffentlichte, dauerte es nicht lange, bis erste Reaktionen kamen. Auf Fanseite darf man feststellen: Der überwiegende Teil zeigt sich schockiert. «Schlimmstmögliche Entscheidung» schreibt ein Nutzer, ein anderer kommentiert: «Phillip Island zu verlieren ist nur schrecklich». Die Sympathien der Fans liegen eindeutig auf der Seite von Phillip Island.
Das Adelaide künftig der Austragungsort des Australien-GP sein wird, kommt überwiegend negativ an. Ein User fragt, ob man nun auch Strecken wie Suzuka und Laguna Seca ins Programm aufnehmen werde. Diese erfüllen die Sicherheitsstandards nicht, wie könne es dann ein Stadtkurs schaffen? Den Fans ist bewusst: Auch Phillip Island gilt nicht als die sicherste Strecke, es ist ihnen aber unklar, wie ein Stadtkurs den Anforderungen gerecht werden will.
Wenig Liebe für Adelaide
Einige wenige Stimmen nehmen Adelaide in Schutz. Eine Nutzerin freue sich, endlich ein Rennen direkt vor der Haustür zu haben und nicht weit reisen zu müssen. Immerhin liegen knapp 10 Stunden Autofahrt zwischen Adelaide und Phillip Island. Allerdings muss man wohlgesinnte Kommentare suchen.
Erste Reaktionen gab es auch aus dem Umfeld der Fahrer. Der Moto3-Weltmeister von 2020, Albert Arenas kommentierte mit einem «Dizzy Face» – er scheint also von dieser Entscheidung überrascht zu sein. Aussagekräftiger war der «Wow»-Kommentar von Australiens Nachwuchshoffnung Joel Kelso, der wenig später auf einen Kommentar antwortete: «Natürlich werden wir Phillip Island im Kalender vermissen, da es eine der spektakulärsten Strecken der Welt ist. Die MotoGP in eine Stadt zu bringen, wird dem Sport aber helfen. Ich sehe beide Seiten.» Supersport-Pilot Marcos Ramirez sieht die Sache kritischer. «Die Sicherheit der Fahrer hat oberste Priorität!». Er nimmt damit die Verantwortlichen in die Pflicht, dass Adelaide künftig den Sicherheitsanforderungen entsprechen muss. Da die Meldung für Europäer mitten in der Nacht kam, dürften weitere Kommentare anderer Piloten folgen.
Kurz vor der offiziellen Mitteilung meldete sich MotoGP-Ikone Casey Stoner zu Wort: «Eine der großartigsten Motorrad-Rennstrecken der Welt – ein Kurs, der einige der größten und spektakulärsten Rennen hervorgebracht hat, die wir je gesehen haben, und der Jahr für Jahr aufs Neue liefert – wird beiseitegeschoben, um Platz für ein Rennen in Adelaide zu schaffen. Warum sollte die MotoGP ihre möglicherweise beste Strecke aus dem Kalender streichen? Ich überlasse es jedem selbst, darüber zu urteilen.» Stoner ist auf Phillip Island in der MotoGP-Klasse sechs Mal angetreten – jedes Mal ging der Australier als Sieger hervor.
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach