Tom Lüthi in Aragón: Test mit Suter-Modell 2012

Von Jordi Gutiérrez
Moto2
Zurück in die Zukunft: Der Schweizer Interwetten-Suter-Pilot Tom Lüthi probiert heute in Aragón ein Suter-Chassis des Jahrgangs 2012 aus.

Der Schweizer Tom Lüthi steckt in der Klemme. Der Schweizer Hersteller Suter Racing Technology hat in der Moto2-WM seit dem Sachsenring 2013 (Jordi Torres aus dem Mpafre- Aspar-Team) kein Rennen mehr gewonnen, Kalex dominiert nach Belieben.

Lüthis Titelchancen sind auf Null gesunken, er ist in der WM auf Rang 7 zurückgefallen und liegt unfassbare 98 Punkte hinter Leader Tito Rabat – nach erst sieben Rennen! Tito Rabat hat 149 von 175 möglichen Punkten erbeutet.

Am gestrigen Donnerstag schoben Tom Lüthi und das Schweizer Interwetten-Team auf dem MotorLand Aragón einen Testtag ein, auch heute wird gefahren.

«Es war heiss, die 70 Runden waren anstrengend», erklärte Tom Lüthi im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. «Eigentlich war unser Plan, am Donnerstag weniger zu machen, kurze Outings zu fahren, aber am Anfang musste ich für mich persönlich auch 11-Runden-Runs fahren, um mich an die Strecke zu gewöhnen. Das war wichtig. Wir konnten dann gut arbeiten, aber wir sind nicht wirklich vorangekommen. Wir haben am Motorrad viel geändert, wieder grosse Sachen, um zu verstehen, was bewirkt es am Motorrad, links, rechts, hoch, runter. Lange, lange war es ein bisschen frustrierend. Es hing nichts vorwärts. Die Rundenzeit blieb trotz der grossen Änderungen immer gleich. Erst gegen Abend hin konnten wir uns verbessern, auch mit gebrauchten Reifen konnte ich dann schnell fahren. Nicht hyper-schnell, aber es ging vorwärts. Dann haben wir einen gescheiten Plan für den zweiten Tag gemacht.»

Es steht auch ein altes Suter-Chassis von 2012 in der Box.
«Wir machen am Freitag Vergleiche mit dem alten Chassis», verriet Tom. «Die Idee dazu kam von den Suter-Leuten. Am Donnerstag haben wir uns wirklich darauf konzentriert, bei der Abstimmung grosse Schritte zu machen. Solche, die man am Rennwochenende normalerweise nicht macht.»

Lüthi schaffte eine Bestzeit von 1:54,7 min. Zum Vergleich: Der Schweizer stand 2013 in Aragón mit 1:54,694 min auf Startplatz 11.
«Ja, wir machen einen Vergleichstest mit dem älteren Material», erklärte Suter-Techniker Reto Karrer. «Wir wollen sehen, was die Schritte waren, denn Tom fährt ja auch was anderes als der Rest mit dem Karbon. Deshalb testen wir am heutigen Freitag hier ein Standard-Chassis von 2012. Tom hat hier in Aragón immer Mühe gehabt, 2012 war er aber hier nicht so schlecht. Deshalb wollen wir das Material jetzt vergleichen und herausfinden, ob da eine Änderung drin ist oder nicht. Das ist eigentlich der Hauptgrund.»

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