Alberto Puig: «Kann die Geschichte nicht umschreiben»

Von Jordi Gutiérrez
MotoGP
Repsol-Honda-Teammanager Alberto Puig

Repsol-Honda-Teammanager Alberto Puig

Ab Sonntag testen in Sepang drei Tage lang die MotoGP-Asse, dann sehen wir zum ersten Mal Alberto Puig in seiner neuen Funktion als Teammanager bei Repsol Honda.

Nach dem Abgang von Livio Suppo, der bei Repsol Honda die Funktion des Teamprinzipals innehatte, wurde die Management-Struktur des Weltmeisterteams umgeformt. Einen Teil der Aufgaben von Suppo übernahm Alberto Puig als neuer Teammanager. Der ehemalige GP-Pilot kennt das Repsol-Honda-Team bestens, da er jahrelang als Mentor und Manager von Dani Pedrosa tätig war.

Vor dem ersten Testtag in Sepang stellte sich der 51-Jährige den Fragen der Journalisten.

Alberto, ich bin überrascht, dass du diesen Job übernommen hast.

Ich arbeite seit vielen Jahren mit Honda. Jetzt ergab sich für Honda die Möglichkeit, dass Leute aus dem bestehenden Umfeld Jobs übernehmen. Es ist normal, wenn man lange mit einer Firma arbeitet, dass sich solche Situationen ergeben.

Kannst du uns genau beschreiben, wie dein Aufgabengebiet aussehen wird?

Das muss ich erst noch herausfinden.

Ich werde mich auch weiterhin um den Nachwuchs im Asia Talent Cup kümmern, wenn auch vielleicht nicht mehr so intensiv wie bislang.

Zu Zeiten der 125er- und 250er-Klasse habe ich schon für andere Teams als Teammanager gearbeitet, ich weiß, worum es in diesem Job geht.

2001 fuhren Elias, Pedrosa und Olivé für mich. 2002 betreute ich Pedrosa und Olivé, im Jahr darauf Porto bei den 250ern und Pedrosa bei den 125ern. 2004 war das erste Jahr von Pedrosa bei den 250ern, wo er gleich Weltmeister wurde. Das wiederholte er 2005. 2006 machte ich das 125er-Team mit Márquez und Rabat. Damals hatte ich zum ersten Mal mit Repsol Honda zu tun, um dort Pedrosa zu unterstützen.

Aber natürlich ist Repsol Honda ein viel größeres Team auf höchstem Level, in dem ich mehr Verantwortung habe.

Für mich persönlich, in meinem Alter und mit meiner Erfahrung, ist es gut, dass man mir diese Aufgabe übertragen hat.

Kannst du als ehemaliger Rennfahrer das Team stärker machen?

Das Honda-Team war immer stark, sie haben viele Rennen gewonnen. Niemand hat mehr Rennen als Team und Hersteller gewonnen.

Keine Einzelperson kann den Kurs eines Teams bestimmen. Der Schlüssel zum Erfolg ist im Rennsport immer, dass man Spitzenfahrer hat und eine Firma auf höchstem technischem Level dahinter. Sie müssen den Fahrern die bestmöglichen Motorräder stellen. Wenn beides der Fall ist, hast du wahrscheinlich ein gutes Team.

Ob ich als Ex-Rennfahrer helfen kann? Es schadet nie, wenn man Erfahrung aus dem Rennsport mitbringt. Deswegen kann ich aber nicht die Geschichte umschreiben.

Wenn ich auf eine Rennstrecke komme, analysiere ich die Situation. Vielleicht sehe ich gewisse Dinge anders als andere Leute. Aber ob sich das auswirkt?

Willst du weitermachen wie die Ex-Manager Nakamoto und Suppo oder hast du andere Vorstellungen?

Sepang ist mein erstes Mal, schwierig zu sagen.

Das Honda-Team gibt es seit vielen Jahren. Technologisch ist alles vorhanden, Honda hat sich immer bemüht, die besten Fahrer zu bekommen. Daran muss man nichts ändern.

Aber die Zeiten ändern sich. Was vor drei Jahren schlecht war, ist heute vielleicht gut oder wird es in Zukunft sein.

Ich werde versuchen, meine Aufgabe sehr logisch, einfach und aus der Racing-Sicht zu betrachten.

Als Teammanager musst du dich auch viel mit Politik herumschlagen. Wie kommst du damit zurecht?

Das wird sich zeigen.

Für mich ist das kein Drama. Gut an diesem Job ist, dass man immer dazulernen kann. Mit den Jahren gewöhnt man sich auch an Dinge, die man nicht so gerne mag.

Ich gehe davon aus, dass ich keine großen Schwierigkeiten haben werde.

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