Franco Morbidelli: Moto2-Titel als Fluch und Segen

Von Frank Aday
MotoGP
MotoGP-Neuling Franco Morbidelli

MotoGP-Neuling Franco Morbidelli

MotoGP-Rookie Franco Morbidelli spricht über den Druck, der auf einem Moto2-Weltmeister lastet, wenn er in die Königsklasse aufsteigt.

Nach seinen ersten fünf MotoGP-Rennen liegt Franco Morbidelli auf dem 15. Platz der Gesamtwertung und hat bislang 16 Punkte gesammelt. Genauso viele wie Ducati-Werkspilot Jorge Lorenzo. Sein bisher bestes Ergebnis war Platz 9 in Jerez. Nur in Austin ging Morbidelli leer aus. Der 24-Jährige ist somit bisher der beste Rookie mit drei Punkten Vorsprung auf Tech3-Yamaha-Pilot Hafizh Syahrin. Morbidellis Teamkollege Tom Lüthi konnte noch keinen Punkt sichern.

Sein Status als Moto2-Weltmeister von 2017 bringt für Morbidelli aber nicht nur Vorteile mit sich. «Natürlich gab es mir mehr Selbstvertrauen, als Weltmeister in die MotoGP-Klasse aufzusteigen. Aber manchmal sorgt das auch für mehr Druck», betont der Rossi-Schützling. «Ich muss in jedem Training, Qualifying und Rennen der beste Rookie sein, denn ich will zeigen, dass mein Titel im letzten Jahr wirklich verdient war.»

«Mit einem Moto2-Bike kümmerst du dich nur um das Setting und fährst. Du denkst, das ist es. Doch wenn du auf eine MotoGP-Honda steigst, verstehst du, dass es eine ganz andere Sache ist, ein solches Motorrad zu fahren», berichtet Morbidelli gegenüber «motogp.com». «Es ist alles anders, du musst dich anpassen. Und das sehr schnell. Die Yamaha hat eine größere Bandbreite, was ein gutes Setting betrifft. Bei der Honda ist sie kleiner. Wenn du ein Rookie bist, dann kannst du auf einem Motorrad mit mehr Spielraum bessere Leistungen zeigen.»

In welcher Weise musste Morbidelli seinen Fahrstil verändern? «Ich musst mich stark anpassen. Der Kurvenausgang mit der Beschleunigung ist einer der wichtigsten Bereiche, wenn man eine MotoGP-Maschine fährt. Du musst die Power auf die Straße bringen. Die Saison begann für mich gut, denn ich schaffte es sofort in die Punkte. Aber in Argentinien und Austin erlebte ich große Probleme, die Maschine auf der Linie zu halten. In Jerez lief es dann aber viel besser.»

Nun steht Morbidellis Heimrennen bevor. «Mugello wird ein sehr schöner Grand Prix, denn es ist eine großartige Strecke und die Fans werden wunderbar sein. In Mugello war ich bisher nie besonders stark, aber ich hoffe, dass sich das mit der MotoGP-Maschine ändert.»

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