Pol Espargaró (KTM): Die Beschwerden werden lauter

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Pol Espargaró

Pol Espargaró

Pol Espargaró wollte 2018 mit der KTM in der MotoGP-WM in den Top-5 mitmischen. Aber er fuhr in Mugello am Freitag nur auf Platz 19, im Quali reichte es nur für Platz 15.

Mit dem 15. Starptlatz betrieb Red Bull-KTM-Werkspilot Pol Espargaró in Mugello Schadenbegrenzung, nachdem er am Freitag nur auf Platz 19 gelandet war und 1,5 Sekunden auf die Bestzeit verloren hatte.

Mit 1:47,335 min blieb Pol nur 1,127 Sekunden hinter der Bestzeit von Rossi, aber die fünfte Startreihe ist absolut nicht das, was sich der schnelle Spanier für diese Saison zum Ziel gesetzt hat.

«Letztes Jahr waren wir hier sehr weit weg von der Spitze, viel weiter als heute. Klar, das Motorrad ist seither stark verbessert worden, aber am Konzept hat sich nichts geändert seither. Immerhin sind wir sechs Zehntel schneller als 2017. Alle Hersteller werden stärker… Trotzdem sind wir der Spitze ein Stück näher gerückt. Mir sind in meiner besten Quali-Runde ein paar kleine Fehler passiert, trotzdem bin ich mit dieser Rundenzeit glücklich. Ich habe nicht erwartet, dass wir 1:47,3 min schaffen werden. Trotzdem: Wir haben Mühe, das lässt sich nicht beschönigen. Mugello ist eine trickreiche Piste für uns, denn bei den Richtungswechseln verlieren wir viel Zeit, und solche Stellen findest du hier zahlreich. Da fühlt sich das Motorrad schwerfällig an. Bei den Schikanen haben wir immer beim Rausfahren arg Mühe. Wir sind in vielen Kurven nicht in der Lage, das Bike auf der Ideallinie zu halten. Deshalb ist der Speed am Kurvenausgang zu langsam. Wir können nicht so schnell auf die Ideallinie zurückfahren wie die andern. Dazu wackelt das Motorrad. Und wir müssen mit mehr Schräglage fahren, um die genannten Nachteile zu kompensieren. Dazu haben wir mehr Wheelspin, wir zerstören die Reifen stärker als die Konkurrenten. Und wir wissen nach dem Test: Auch Barcelona wird ähnlich schwierig für uns sein.»

«Im Rennen wird der Vorderreifen durch das Graining stark nachlassen. Wir müssen sitzenbleiben und abwarten, was das Rennen bringt», sagt Pol. «Wir haben heute im FP4 viele Stürze gesehen. Es wird interessant werden morgen. Wir haben jetzt mit unserem Motorrad einen recht hohen Level erreicht. Jetzt sind wir auf der Suche nach Zehntelsekunden. Aber aus diesem Motorrad lässt sich nicht viel mehr herausholen. Wir sind damit nahe am Limit. Wir müssen jetzt den nächsten Schritt nach vorne machen. Denn momentan bewegt sich die KTM in den Kurven zu stark, du brauchst mehr Kraft beim Fahren. Das macht die ganze Angelegenheit anstrengend und ermüdend.»

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