Morbidelli (VR46 Ducati): Findet er bei seinem «Heim-GP» in die Spur?
Franco Morbidelli erlebte in Thailand einem verhaltenen Saisonstart. Der Brasilien-GP könnte für den VR46-Fahrer wegweisend für die MotoGP-Zukunft sein. Seine Familie wird ihn in Goiania unterstützen.
Für Franco Morbidelli ist der Brasilien-GP, der vom 20. bis 22. März über die Bühne geht, wie ein Heimrennen. Der VR46-Ducati-Pilot hat eine brasilianische Mutter – diese stammt aus der Hafenstadt Recife. «Morbido» kann damit rechnen, dass er am kommenden Wochenende auf dem Autodromo Internacional Ayrton Senna in Goiania viel Unterstützung von den Fans bekommen wird. «Der Brasilien-GP wird für mich ein Heimrennen sein, und ich werde es in vollen Zügen genießen! Wir werden mit riesiger Begeisterung anreisen, und es wird jede Menge Energie geben», meinte Morbidelli.
Die Rennstrecke in Goiania ist für Morbidelli nicht ganz neu: Er hatte bereits im vergangenen Jahr bei einem Fan-Event die Gelegenheit, sich mit der Strecke mit einem Superbike vertraut zu machen. «Ich habe die Strecke in Goiania bereits letztes Jahr besucht: Das Layout ist sehr schön und interessant, es fühlt sich fast wie in einem Stadion an. Es sieht nach einer sehr schnellen Strecke aus, wir werden sehen, wie es sich auf einem MotoGP-Motorrad anfühlt», so Morbidelli. «Ich habe auch das Glück, dass ein Teil der Familie meiner Mutter dabei sein wird, die mich noch nie bei einem Rennen gesehen hat, daher kann ich es wirklich kaum erwarten. Es ist definitiv eines der Rennen, auf die ich mich in den letzten Jahren am meisten gefreut habe. In Brasilien zu sein, wird etwas ganz Besonderes sein!»
Beim Saisonauftakt in Thailand lief es nicht optimal für Morbidelli. Im Sprint reichte es nur für Platz 14, im Grand Prix landete der 31-Jährige auf Rang 8. Wie die anderen Ducati-Piloten, hatte er in Buriram seine Probleme mit der Desmosedici. In Brasilien soll es wieder besser laufen.
Morbidelli muss rasch gute Leistungen zeigen, es geht für ihn auch um den Verbleib in der MotoGP über 2026 hinaus. Ob es für ihn 2027 bei VR46 weiterhin einen Platz geben wird, ist noch ungewiss. Teambesitzer Valentino Rossi wünscht sich von Morbidelli und Teamkollege Fabio Di Giannantonio Siege und konstantere Ergebnisse. Diesen Wunsch äußerte «Vale» bei der offiziellen Teamvorstellung von VR46 Racing im Januar.
Erster Fahrer der VR46 Akademie
Morbidelli war der erste Fahrer, der in die VR46 Akademie aufgenommen wurde. Der Italo-Brasilianer startete seine Rennsport-Karriere 2011 im Superstock 600 Cup. 2013 wurde er Meister in dieser Klasse, was ihm für die Saison 2014 einen Fixplatz in der Moto2-WM bei Italtrans Racing einbrachte.
2017 wurde Morbidelli in der mittleren Kategorie der Motorrad-WM mit acht Siegen Weltmeister, 2018 stieg er innerhalb des Marc-VDS-Teams in die MotoGP auf. Das erste Jahr war er mit einer Honda unterwegs. Seine beste Saison erlebte Morbidelli 2020, als er hinter Joan Mir (damals Suzuki) im Team Petronas Yamaha Vizeweltmeister wurde.
Trainingscrash warf Morbidelli 2024 zurück
Danach lief es auf der Yamaha nicht mehr so gut. Verletzungen und eine zunehmend schwächelnde M1 warfen Morbidelli zurück. 2024 wechselte er dann ins Pramac-Team auf eine Ducati. In der Vorsaison hatte er einen schweren Trainingscrash in Portimao, bei dem er sich verletzte. Danach dauerte es einige Rennen, bis er in Schwung kam auf dem für ihn neuen Motorrad. Ab dem zweiten Saisondrittel fuhr Morbidelli konstant gute Ergebnisse ein, was ihm in der WM-Tabelle Rang 9 einbrachte.
2025 wechselte Morbidelli dann ins VR46-Racing-Team. Er erlebte eine durchwachsene Saison mit immerhin einigen Podestplätzen. In der Gesamtwertung landete Franco Morbidelli auf Platz 7.
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