Tom Lüthi (Honda/23.): «Bei Márquez etwas abschauen»

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Tom Lüthi auf dem Sachsenring

Tom Lüthi auf dem Sachsenring

Der Schweizer Tom Lüthi wartet weiter auf eine Formsteigerung. Nach dem FP2 auf dem Sachsenring sagte er: «Die Geraden sind verschwunden.»

Tom Lüthi (31) kam auf der Marc VDS-Honda am ersten Trainingstag in Sachsen über den 23. Platz nicht hinaus. Aber immerhin: Der Moto2-Vizeweltmeister von 2016 und 2017 hat seit dem Rennsturz von Barcelona jetzt sechs unfallfreie MotoGP-Tage hinter sich gebracht.

«Der Test in Brünn vom vorletzten Mittwoch hat für das Wochenende hier auf dem Sachsenring nicht viel gebracht, denn die Strecke ist etwas komplett anderes als Brünn. Es war gut, in Brünn mal einen Tag zu fahren. Es war positiv, ich konnte ein bisschen was ausprobieren. Ich hoffe, dass mir das hilft, wenn wir Anfang August beim Grand Prix im Brünn sind. Für hier hat es jetzt leider nicht geholfen.»

«Es war wieder der normale Alltag angesagt. Zuerst mit der MotoGP-Maschine die Strecke kennenlernen, dann mit dem Motorrad arbeiten. Aber ich hatte jetzt vor allem im zweiten Training wirklich Probleme mit dem Turning vom Motorrad. Das Vorderrad ist permanent eingeklappt. Das müssen wir jetzt in den Griff bekommen», schilderte Tom.

Wird mit Stefan Bradl ein Austausch von Set-up-Informationen stattfinden? «Ich werde ihn sicher mal fragen, was er denkt. Ich hoffe, dass wir das mal gemeinsam besprechen können. Es ist immer nützlich, einen neuen Input zu haben.»

Wie schwierig ist der enge Sachsenring mit der 280 PS starken 1000-ccm-V4-Maschine? Lüthi: «Es ist cool, hier zu fahren. Es ist eine sehr spezielle Strecke, wie schon immer. Aber mit der MotoGP-Honda ist die Strecke noch kleiner. Die Geraden sind komplett weg. Mit der Moto2 gab es noch kurze Geraden. Bei Start/Ziel hat man mit Wheelies zu kämpfen, bergab dort hinten auch. Es ist sehr spannend, aber es findet praktisch keine Geradeausfahrt statt. Das ist sehr spannend. Weil es eng und technisch ist, muss man sehr präzise fahren. Das macht Marc Márquez extrem gut. Da kann ich mir sicher einiges abschauen.»

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