Hafizh Syahrin: «Folgers Leistungen erzeugen Druck»

Von Sharleena Wirsing
MotoGP
Hafizh Syahrin

Hafizh Syahrin

Tech3-Yamaha-Pilot Hafizh Syahrin berichtete im Interview mit SPEEDWEEK.com von den Lehren seiner ersten Saisonhälfte in der MotoGP-Klasse und sprach über den Druck durch seinen Vorgänger Jonas Folger.

Nach dem krankheitsbedingten Rückzug von Jonas Folger hat sich das Tech3-Team für die MotoGP-Saison 2018 mit dem Malaysier Hafizh Syahrin geeinigt. Der 24-Jährige kämpft nun gegen Franco Morbidelli um den Titel «Rookie of the Year» und liegt derzeit drei Punkte vor dem Italiener, der nach einer Verletzung nicht zum MotoGP-Rennen auf dem Sachsenring antreten konnte. Syahrin belegte auf dem Sachsenring Rang 11.

Hafizh, dein MotoGP-Abenteuer kam überraschend. Wirkt sich die fehlende Vorbereitungszeit auch jetzt noch negativ auf deine Leistungen aus?

Zu Beginn bereitete ich mich auf eine weitere Moto2-Saison vor. Das Training ist glücklicherweise dasselbe, für die MotoGP-Klasse ist es nur intensiver. Ich absolviere nun mehr Trainingsstunden. Mittlerweile fühle ich mich wirklich gut, meine körperliche Verfassung verbessert sich immer weiter. Ich kenne nun auch mein Bike besser und bin insgesamt zufrieden.

Wie sieht dein Training genau aus?

Am Morgen beginne ich meist mit dem Rennrad. Danach folgt dann die Arbeit im Fitnessstudio. Während der Saison darf man aber nicht übertreiben, denn der Körper braucht auch Zeit, sich zu erholen. Im Winter laufe ich gerne am Morgen, gehe danach ins Fitnessstudio oder schwimme und danach schwinge mich dann auf das Rennrad. Wir sorgen für Abwechslung, damit es nicht langweilig wird. Nach meinem Rennradunfall bin ich aber ein bisschen vorsichtiger [lacht].

Bist du zufrieden, wenn du nun auf deine erste Saisonhälfte als MotoGP-Pilot zurückblickst?

Ich habe nicht erwartet, dass ich manchmal um die Top-10 oder sogar Top-8 kämpfen kann. Das ist nicht einfach, denn es gibt sehr viele konstant schnelle Fahrer, aber auf manchen Strecken gelingt uns das. Ich stelle mich selbst vor Herausforderungen und versuche immer mehr zu lernen. Nun glaube ich an mich selbst, aber ich muss weiter intensiv arbeiten, denn ich habe noch immer wenig Erfahrung. Ich muss alles noch besser verstehen und die einzelnen Erkenntnisse dann auch kombinieren und umsetzen.

Was ist das Wichtigste, woran du noch arbeiten musst?

Im Moment konzentriere ich mich auf das Bremsen, um konstanter zu werden. Das ist in der MotoGP-Klasse mit der Karbonbremse sehr wichtig, die Bikes sind oft schwer zu stoppen. Die Maschinen haben sehr viel Power und neigen daher zu Wheelies. Der Rest ist ähnlich. Wir müssen noch an einigen Details arbeiten. Vor allem beim Bremsen. Manchmal bin ich am Kurveneingang zu schnell und kann dann nicht richtig herausbeschleunigen. Eine MotoGP-Maschine musst du stoppen, schnell wieder aufstellen und hart beschleunigen. Ich muss noch den richtigen Kompromiss finden. Manchmal fahre ich noch zu sehr wie in der Moto2-Klasse. Mein neuer Fahrstil muss für mich noch natürlicher werden.

2017 waren Johann Zarco und Jonas Folger als Rookies sehr erfolgreich mit der Tech3-Yamaha. Übt das Druck auf dich aus?

Ja, das erzeugt schon Druck. Deshalb versuche ich, mich schnell zu verbessern. Johann und Jonas waren im letzten Jahr wirklich sehr schnell und sorgten mit starken Rennen für hervorragende Resultate. Ich habe ein gutes Bike und will auch gute Rennen zeigen. Ich gebe mein Bestes. Der Sachsenring war noch nie einfach für mich. Und es war auch nicht mein Heimrennen wie für Folger im letzten Jahr.

Auf welchen Strecken kannst du 2018 noch besonders glänzen?

Nach dem Sachsenring kommen nun wirklich viele Strecken, die ich sehr gerne mag. Natürlich auch meine Heimstrecke in Sepang. Dort lastet natürlich zusätzlicher Druck auf mir. In Asien gibt es sehr viele Motorsport-Fans. Dort will ich unbedingt ein gutes Rennen zeigen. Ich weiß nicht, was sie genau erwarten. Mein Ziel sind die Top-10.

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