Danilo Petrucci: «Mein Bike ist immer beschädigt»

Von Johannes Orasche
MotoGP

Der WM-Fünfte Danilo Petrucci brachte in Le Mans nach einem intensiven Rennen seinen ersten MotoGP-Podestplatz als Ducati-Werksfahrer ins Ziel. Und das unter Vermeidung größter Risiken.

Ducati-Mastermind Gigi Dall’Igna durfte nach dem MotoGP-Rennen von Le Mans sehr zufrieden sein. Seine drei Werksmotorräder kreuzten die Ziellinie auf den Plätzen 2, 3 und 4. Im Sandwich zwischen Andrea Dovizioso und Jack Miller (Pramac Ducati) landete Danilo Petrucci auf Platz 3, der seinen Teamkollegen im Finish zwar attackierte, es nach dem Konter von Dovizioso aber gut sein ließ.

Für Petrucci sind es wertvolle 16 Punkte, die ihn in der WM-Tabelle auf Platz 5 brachten. Vor einem Jahr stand Petrucci in Le Mans ebenfalls auf dem Podium. «Es war ein sehr netter Kampf. Am Anfang war ich hinter Marc Marquez, er hat das Rennen kontrolliert. Ich habe es versucht, einen Fehler gemacht und in Kurve 8 drei Plätze verloren. In Runde 6 habe ich erneut einen Fehler eingebaut und lag dann weit zurück.»

Der 28 Jahre alte Italiener biss die Zähne zusammen. «Dann habe ich gesagt: Nicht heute! Am Ende war es ein guter Kampf gegen Andrea. Er war gut in der Beschleunigung. Das ist für das Team ein sehr gutes Ergebnis. Marc hat einfach seinen Job gemacht. Wie Andrea sagte, müssen wir die guten Dinge mitnehmen. Wir müssen am Motorrad arbeiten. Wir können kämpfen, aber um Marc zu schlagen, muss man sehr schnell und im richtigen Moment 100 Prozent bereit sein.»

Zum Kampf gegen Marquez zu Beginn sagt Petrucci: «Es herrscht immer Druck, wenn man versucht Marc zu überholen. Er wird sofort den Konter platzieren. Er hat es bei mir dann auf der Außenlinie getan. Ich war ängstlich wegen der Stürze in den anderen Klassen. Ich wollte für Ducati nicht Argentinien vor einige Jahren wiederholen.»

Zur Erinnerung: Damals räumte Andrea Iannone seinen Teamkollegen Dovizioso in der vorletzten Kurve ab. Petrucci: «Ich wollte sichergehen, wenn ich es gegen Andrea versuche. Ich habe zur Mitte des Rennens viel Druck gemacht. Am Ende bin ich sehr glücklich über den dritten Platz.»

Am Heck fehlte bei Petruccis Ducati nach dem Rennen ein Flügel: «Mein Bike ist nach dem Rennen immer beschädigt. Ich hatte mit Marc eine Berührung, aber mit Marc war es auf der linken Seite, der Schaden war aber rechts. Auf dem Podium habe ich noch überlegt, wer es wohl war. Ich glaube, das war der Kontakt mit Pol Espargaro.»

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