Cal Crutchlow (Honda/3.): «Chance auf Podium hier»

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Cal Crutchlow

Cal Crutchlow

«Im Regen waren wir ein Desaster», erklärte LCR-Honda-Pilot Cal Crutchlow am Freitag auf Phillip Island. Ihm steckt der schwere Australien-Crash von 2018 in der schnellen ersten Kurve noch in den Knochen.

Cal Crutchlow kam im nassen ersten freien MotoGP-Training auf dem Phillip Island Circuit nicht über Platz 14 hinaus, sein Teamkollege Zarco landete mit der Idemitsu-Honda an 13. Stelle. Aber der 33-jährige Brite machte kein Geheimnis daraus, dass er seinen schweren FP2-Crash von 2018 in der schnellen Turn 1 noch im Hinterkopf hatte.


Wie lange hat es gedauert, bis Cal auf dieser Strecke wieder das übliche Vertrauen fand? «Ich habe den ganzen Tag heute kein Vertrauen gefunden», seufzte der Honda-Pilot. «Es war ein seltsames Gefühl, als ich heute hier rausgefahren bin. Ich hatte in der Vergangenheit nie Probleme mit Stürzen und Verletzungen. Aber dieser Unfall hier im Vorjahr war wirklich schmerzhaft. Ich fühle mich nicht großartig, wenn ich in diese Kurve einbiege; Das ist in jeder Runde so. Und im Regen bin ich hier ein Desaster. Ehrlich, ich bin dann viel zu langsam. Ich habe im Regen kein Vertrauen zum Bike, das war schon im letzten Jahr so. In diesem Jahr ist es noch schlimmer, es fehlt das Vertrauen um schnell zu fahren. Im Regen muss ich mich verbessern. Aber im Trockenen habe ich mich heute gut gefühlt. Da bin ich konkurrenzfähig. Ich schätze, ich habe an diesem Wochenende eine Chance auf einen Podestplatz.»

Als ehemaliger Phillip-Island-Sieger traut sich Cal bei diesem Grand Prix einiges zu. Er will auch nicht behaupten, die Honda passe besser auf diese Strecke als auf andere. «Wir sliden mit dem Bike immer noch zu viel, wenn wir einlenken. Außerdem kämpfen wir beim 2019er-Bike mit sehr viel Untersteuern. Deshalb fällt uns das Turning so schwer. Der Reifenverschleiß macht uns ebenfalls Sorgen. Wir werden sehen...»

Teamchef Lucio Cecchinello hoffte, die letzten GP-Strecken im Oktober und November würden besser zur Honda passen. «Wir haben, was wir haben, und was wir haben, ist gut genug, um anständige Resultate zu erzielen. Ich bin zuversichtlich, dass uns das hier gelingt. Die Asien-Tournee hat in Motegi mit einem guten fünften Platz begonnen. Hier hoffe ich auch auf ein Top-Ergebnis. Wir werden dann auch in Malaysia und Valencia richtig pushen.»


Nach dem Valencia-GP wird Cal den 2020er-Prototyp testen. «Ich bin dieses Motorrad schon beim Montag-Test in Misano das Bike gefahren, das auch Stefan und Marc getestet haben. Aber wir müssen uns verbessern. Doch das erste Feeling mit dem Bike ist besser als in diesem Jahr.»

Was sagte Crutchlow zum 15. Platz seines neuen Teamkollegen Zarco am ersten Tag in Australien? «Ja, er hat so abgeschnitten, wie ich erwartet habe. Im Regen ist er immer schnell, er war im FP1 an 13. Stelle. Zarco war in der Vergangenheit auf nasser Fahrbahn immer konkurrenzfähig. Das erleben wir bei ihm seit vielen Jahren. wenn es hier regnet, traue ich ihm ein gutes Ergebnis zu. Aber im Trockenen... Er hat das Motorrad, das im Vorjahr die Weltmeisterschaft gewonnen hat. Er verfügt also über ein ausgezeichnetes Bike. Ich bin neugierig, wie er abschneidet. Ich denke, er wird ziemlich gut fahren. Er sieht gut aus auf dem Motorrad.»

MotoGP-Ergebnis, Phillip Island, FP2:

1. Viñales, Yamaha, 1:28,824 min
2. Dovizioso, Ducati, + 0,496 sec
3. Crutchlow, Honda, + 0,501
4. Petrucci, Ducati, + 0,503
5. Miller, Ducati, + 0,520
6. Márquez, Honda, + 0,597
7. Rossi, Yamaha, + 0,612
8. Rins, Suzuki, + 0,648
9. Morbidelli, Yamaha, + 0,894
10. Aleix Espargaró, Aprilia, + 0,967
11. Mir, Suzuki, + 1,051
12. Abraham, Ducati, + 1,173
13.Iannone, Aprilia, + 1,346
14. Bagnaia, Ducati, + 1,602
15. Zarco, Honda, + 1,617
16. Lorenzo, Honda, + 1,882
17. Pol Espargaró, KTM, + 2,035
18. Kallio, KTM, + 2,041
19. Syahrin, KTM, + 2,116
20. Oliveira, KTM, + 2,580
21. Rabat, Ducati, +2,635

Quartararo fehlte nach Crash im FP1

MotoGP-Ergebnis, Phillip Island, FP1:

1. Viñales, Yamaha, 1:38,957
2. Miller, Honda, + 0,147
3. Márquez, Honda, + 0,385
4. Rossi, Yamaha, + 0,928
5. Petrucci, Ducati, + 0,953
6. Morbidelli, Yamaha, + 1,363
7. Quartararo, Yamaha, + 1,618
9. Pol Espargaró, KTM, + 1,630
10. Dovizioso, Ducati, + 1,733
11. Abraham, Ducati, + 1,842
12. Rins, Suzuki, + 1,903
13. Zarco, Honda, + 2,095
14. Crutchlow, Honda, + 2,116
15. Mir, Suzuki, + 2,161
16. Bagnaia, Ducati, + 2,223
17. Syahrin, KTM, + 2,414
18. Lorenzo, Honda, + 3,001
19. Kallio, KTM, + 3,349
20. Rabat, Ducati, + 4,590
21. Iannone, Aprilia, + 4,822
22. Aleix, Espargaró, Aprilia, + 5,191

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