MotoGP

Stefan Bradl: Ist er beim Valencia-Test dabei?

Von - 09.11.2019 16:58

Stefan Bradl wird von Honda für den MotoGP-Tests in Valencia und Jerez auf «stand by» gehalten. Der neuen Superbike-Werksmaschine CBR 1000RR-R traut er viel Potenzial zu.

Stefan Bradl, MotoGP-Testfahrer der Honda Racing Corporation, hat in dieser Woche zwei Tage in Jerez mit dem 2020-Prototyp getestet. Allein am zweiten Tag hat er zwischen 12 Uhr und 17.30 Uhr nicht weniger als 88 Runden zurückgelegt. «Dazu habe ich zwei Rennsimulationen über je 23 Runden abgespult», schilderte der Honda-Pilot. Wegen des nächtlichen Regens konnte jeweils erst ab Mittag gefahren werden. Bradl darf keine Details erzählen, auch über seine Rundenzeiten darf er keine Angaben machen.

Der Bayer, der am 29. November 30 Jahre alt wird, hat auch in der ersten Oktober-Woche in Jerez für das Honda Test-Team Runden abgespult. Der siebenfache GP-Sieger fliegt am Donnerstag nach Valencia, wird dort am Wochenende als Experte für ServusTV arbeiten und bis dahin erfahren, ob er am IRTA-Test am Dienstag oder Mittwoch teilnehmen wird. «Es kann sein, dass ich den Valencia-Test fahre. Aber die endgültige Entscheidung fällt erst in den nächsten Tagen.»

Auch die Teilnahme am letzten Wintertest des Jahres (25./26. November) in Jerez) ist bei Bradl noch offen. «Ich bin quasi für beide November-Tests vorläufig auf ‘stand-by’. Die Wahrscheinlichkeit, dass ich in Valencia fahre, ist sehr hoch», meint er.

Bradl hat sich bei den HRC-Technikern in knapp zwei Jahren viel Respekt erworben. Deshalb will ihn HRC-Manager Kuwata nicht als Testfahrer verlieren.

Bradl soll sein Know-how auch bei der Entwicklung der Honda Triple-R Fireblade für die Superbike-WM einbringen, die er in der Woche nach dem 20. Oktober in Suzuka auf Pirelli-Reifen getestet hat, bevor die künftigen Werksfahrer Álvaro Bautista und Leon Haslam damit ausrücken.

«Wenn Honda meinen Input schätzt, wenn sie beim Superbike auf meine Hilfe Wert legen und wenn Bedarf ist, bin ich gerne bereit, meine Hilfe anzubieten. Das neue Motorrad hat Potenzial. Aber wie viel da noch zu tun ist, da habe ich momentan keine Ahnung. HRC hat jetzt mit dem neuen Fahrerduo starke Kollegen, die das bestimmt auch sehr gut können. Takahashi wird ebenfalls  eingebunden sein. Aber die SBK-Rennsaison geht im Februar bereits wieder los. Also darf man von diesem Projekt nicht gleich zum Saisonstart sehr viel erwarten, auch wenn HRC jetzt mit Vollgas dahinter steht. Honda wird 2020 nicht gleich von Anfang an ums Podest fahren. Das wird schon einige Zeit brauchen. Die Umstellung der komplett japanischen Truppe von Bridgestone auf Pirelli wird auch eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen. Das neue Bike ist mit den Pirelli-Reifen nicht einfach abzustimmen. Nach drei Runden ändert sich das Grip-Verhältnis gravierend. Du bist eine Sekunde langsamer und brauchst verschiedene Abstimmungen, die du auf die Schnelle parat haben musst und die auch funktionieren müssen.»

MotoGP-WM-Stand nach 18 von 19 Rennen:

1. Marc Márquez 395 (Weltmeister). 2. Dovizioso 256. 3. Viñales 201. 4. Rins 194. 5. Petrucci 176. 6. Quartararo 172. 7. Rossi 166. 8. Miller 149. 9. Crutchlow 133. 10. Morbidelli 115. 11. Pol Espargaró 94. 12. Mir 83. 13. Nakagami 74. 14. Aleix Espargaró 56. 15. Bagnaia 54. 16. Iannone 43. 17. Oliveira 33. 18. Zarco 30. 19. Lorenzo 25. 20. Rabat 18. 21. Bradl 16. 22. Pirro 9. 23. Syahrin 8. 24. Guintoli 7. 25. Abraham 7. 26. Kallio 3.

Konstrukteurs-WM nach 18 von 19 Rennen

1. Honda 401. 2. Ducati 302. 3. Yamaha 301. 4. Suzuki 223. 5. KTM 105. 6. Aprilia 81.

Team-WM nach 18 von 19 Rennen

1. Ducati Team 432. 2. Repsol Honda Team 430. 3. Monster Energy Yamaha 367. 4. Petronas Yamaha SRT 287. 5. Team Suzuki Ecstar 281. 6. LCR Honda 210. 7. Pramac Racing 203. 8. Red Bull KTM Factory Racing 124. 9. Aprilia Racing Team Gresini 99. 10. Red Bull KTM Tech3 41. 11. Reale Avintia Racing 25.

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Stefan Bradl mit HRC-Manager Takeo Yokoyama © Schneider Stefan Bradl mit HRC-Manager Takeo Yokoyama
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