MotoGP

Pol Espargaró (KTM/8.): Vom neuen Chassis begeistert

Von Günther Wiesinger - 19.11.2019 19:04

Der Stahlrahmen bleibt bei KTM Religion. Aber beim neuen Chassis sind nur noch 80 Prozent aus Stahlrohren, 20 Prozent bestehen aus viereckigen Elementen.

Der WM-Elfte Pol Espargaró probierte heute am ersten MotoGP-Testtag auf dem Circuit Ricardo Tormo das neue und mit Sehnsucht erwartete Stahlchassis aus, das von KTM in Zusammenarbeit mit Dani Pedrosa entwickelt worden ist.

Wie fühlt sich der neue Rahmen an? «Ich mag dieses Chassis. Es ist immer noch ein Stahlrahmen, aber es handelt sich um einen Hybrid, weil er zu ca. 80 Prozent aus einem Gitterohrstahlrahmen besteht, 20 Prozent auf der Seite sehen unterschiedlich aus, dort sieht man flache, viereckige Stahlformen. Wir haben immer noch die DNA von KTM mit dem Rohrrahmen. Diese Entwicklung geht in die richtige Richtung. Aber wir sind noch in der Lernphase. Wir müssen dieses neue Paket noch besser verstehen. Es ist eine interessante Geschichte. Wir haben auch beim Motor neue Sachen probiert, um mehr Drehmoment und Power für die Geraden zu bekommen. Es war ein ziemlich erfolgreicher Tag.»

«Heute haben wir diese Chassis-Version probiert, die Dani Pedrosa schon bei anderen Tests probiert hat. Morgen testen wir eine weitere Version. Das ist schon wieder ein weiterer Schritt, um den Dani nach den ersten Tests gebeten hat. In Theorie sollte die morgige Version etwas besser sein. Wir haben heute schon Fortschritte in der Kurvenmitte beim Grip gesehen und beim Turning. Da hatten wir bisher mit gebrauchten Reifen immer viel Mühe. Ja, die Resultate heute waren anständig, auch die Beständigkeit kann sich sehen lassen. Auf jeden Fall ist das 2020-Chassis besser als das bisherige, ich von mit dem Neuen meine beste Zeit gefahren. Das ist eine Richtung, in die wir gehen müssen. Dieses Chassis fühlt sich sehr gut an, und wir haben da noch viel Spielraum, bis wir das Maximum herauskitzeln. Dieses neue Chassis ist viel, viel leichter; wir sehen bisher nur Vorteile damit.»

Pol meint, die Traktionsprobleme in diesem Jahr seien auf einen Mangel an mechanischem Grip zurückzuführen. «Wir haben hier in den letzten Tagen mit der Elektronik alles Mögliche versucht. Aber es hat nichts gebracht. Jetzt wissen wir, dass wir mit dem neuen Chassis den Problemen auf die Schliche kommen. Die Traktion ist etwas besser, das Turning ist etwas besser.»

Hätte Dani Pedrosa schon früher bei KTM anheuern sollen? «Der Input von Dani ist sehr wertvoll. Er lässt bei den Technikern nicht locker, er setzt sich sehr stark für unser Projekt ein. Er macht Druck, damit alle Schritte etwas schneller passieren… Aber im Werk wissen die Ingenieure sehr genau, was wir brauchen. Man darf nicht vergessen, wir befinden uns bei KTM erst in der dritten MotoGP-Saison. Vielleicht verlangen wir manche Fortschritte zu rasch und zu früh», meint Pol.

Valencia-Test, 19. November:

1. Quartararo, Yamaha, 1:30,163 min
2. Viñales, Yamaha, 1:30,327 min, + 0,164 sec
3. Morbidelli, Yamaha, 1:30,650, + 0,487
4. Dovizioso, Ducati, 1:30,665, + 0,502
5. Marc Márquez, Honda, 1:30,698, + 0,535
6. Mir, Suzuki, 1:30,811, + 0,648
7. Rins, Suzuki, 1:30,958, + 0,795
8. Pol Espargaró, KTM, 1:30,974, + 0,811
9. Rossi, Yamaha, 1:31,012, + 0,849
10. Miller, Ducati, 1:31,130, + 0,967
11. Crutchlow, Honda, 1:31,183, + 1,020
12. Petrucci, Ducati, 1;31,433, + 1,270
13. Lecuona, KTM, 1:31,645, + 1,482
14. Iannone, Aprilia, 1:31,674, + 1,511
15. Rabat, Ducati,1:31,775, + 1,612
16. Aleix Espargaró, Aprilia, 1:31,815, + 1,652
17. Pedrosa, KTM, 1:31,863, + 1,700
18. Pirro, Ducati, 1:32,016, + 1,853
19. Abraham, Ducati, 1:32,034, + 1,871
20. Smith, Aprilia, 1:32,090, + 1,927
21. Binder, KTM, 1:32,645, + 2,482
22. Bradl, Honda, 1:32,833, + 2,670
23. Alex Márquez, Honda, 1:32,873, + 2,710

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