Aprilia: Lorenzo Savadori statt Bradley Smith

Von Otto Zuber
MotoGP
Lorenzo Savadori darf die letzten drei Rennen der Saison 2020 für Aprilia bestreiten

Lorenzo Savadori darf die letzten drei Rennen der Saison 2020 für Aprilia bestreiten

Bradley Smith kämpfte sich im zweiten Aragón-Rennen als 15. und Letzter ins Ziel – und sparte hinterher nicht mit Kritik an seinem Team. Nun wird der Brite für die restlichen drei Rennen durch Lorenzo Savadori ersetzt.

Bradley Smith fand deutliche Worte, nachdem er im zweiten Aragón-Rennen als Letzter ins Ziel gekommen war – 31,816 sec nach Sieger Franco Morbidelli. Der Brite, der nach der Doping-Sperre von Andrea Iannone als zweiter Werksfahrer neben Aleix Espargaró ins Aprilia-Werksteam befördert worden war, nahm hinterher kein Blatt vor den Mund und klagte: «Wir bringen kaum neue Teile und können die Probleme nicht lösen. Das Nächste, das wir versuchen können, ist ein Re-Design des Bikes. Wir sagen immer wieder nächstes Mal, nächstes Mal.»

Ein nächstes Mal wird es für den 29-Jährigen aus Oxford vorerst nicht geben, denn Aprilia ersetzt ihn durch Testfahrer Lorenzo Savadori, der die letzten drei Rennen der Saison bestreiten darf. Der italienische Superbike-Champion freut sich auf die Herausforderung: «Zu sagen, ich sei glücklich, ist eine starke Untertreibung und ich danke Aprilia Racing für diese grossartige Chance.»

«Dank meiner Arbeit als Testfahrer und auch dank der soeben zu Ende gegangenen CIV-Saison werde ich gut vorbereitet ins Rennwochenende gehen», verspricht der 27-jährige Italiener. «Die Meisterschaft war anspruchsvoll und hat mir höchste Konzentration abverlangt. Nun muss ich meine Gedanken neu ordnen und meine Erfahrung mit der RS-GP hervorkramen, um sicherzustellen, dass ich voll konzentriert ins erste Training starte.»

Aprilia-Racing-CEO Massimo Rivola verpasste es nicht, sich bei Smith für den bisherigen Einsatz und die zwölf gesammelten WM-Punkte zu bedanken: «Er hat die unerwartete Rolle des Werksfahrers mit grosser Würde und hervorragender Leistung übernommen, und sein Beitrag war äusserst wertvoll.»

Und der Italiener fügte an: «Jetzt warten wir gespannt auf Lorenzos Debüt. Diese Beförderung ist sicherlich eine Belohnung für seine grossartige Saison als CIV-Fahrer, der die Superbike-Kategorie dominiert hat. Aber es ist auch ein Entwicklungsschritt für einen Fahrer, der auch im nächsten Jahr unsere RS-GP testen wird. Dass er unser noch junges Bike auch im Rennen fahren wird, stellt sicherlich einen Fortschritt für ihn – und damit auch für Aprilia – dar.»

Ergebnisse MotoGP Teruel-GP:

1. Franco Morbidelli, Yamaha, 23 Runden in 41:47,652 min
2. Alex Rins, Suzuki, +2,205 sec
3. Joan Mir, Suzuki, +5,376
4. Pol Espargaró, KTM, +10,299
5. Johann Zarco, Ducati, +12,915
6. Miguel Oliveira, KTM, +12,953
7. Maverick Viñales, Yamaha, +14,262
8. Fabio Quartararo, Yamaha, +14,720
9. Iker Lecuona, KTM, +17,177
10. Danilo Petrucci, Ducati, +19,519
11. Cal Crutchlow, Honda, +19,708
12. Stefan Bradl, Honda, +20,591
13. Andrea Dovizioso, Ducati, +22,222
14. Tito Rabat, Ducati, +26,496
15. Bradley Smith, Aprilia, +31,816
– Aleix Espargaró, Aprilia
– Alex Márquez, Honda
– Pecco Bagnaia, Ducati
– Takaaki Nakagami, Honda
– Brad Binder, KTM
– Jack Miller, Ducati

Stand Fahrer-WM nach 11 von 14 Rennen

1. Mir, 137 Punkte. 2. Quartararo 123. 3. Viñales 118. 4. Morbidelli 112. 5. Dovizioso 109. 6. Rins 105. 7. Nakagami 92. 8. Pol Espargaró 90. 9. Miller 82. 10. Oliveira 79. 11. Petrucci 71. 12. Binder 67. 13. Alex Márquez 67. 14. Zarco 64. 15. Rossi 58. 16. Bagnaia 42. 17. Lecuona 27. 18. Aleix Espargaró 27. 19. Crutchlow 26. 20. Bradl 12. 21. Smith 12. 22. Rabat 10. 23. Pirro 4.

Konstrukteurs-WM

1. Yamaha, 208 Punkte. 2. Ducati 171. 3. Suzuki 163. 4. KTM 143. 5. Honda 117. 6. Aprilia 36.

Team-WM

1. Team Suzuki Ecstar, 242 Punkte. 2. Petronas Yamaha SRT 235. 3. Ducati Team 180. 4. Monster Energy Yamaha MotoGP 176. 5. Red Bull KTM Factory Racing 157. 6. Pramac Racing 128. 7. LCR Honda 118. 8. Red Bull KTM Tech3, 106. 9. Repsol Honda Team 79. 10. Esponsorama Racing 74. 11. Aprilia Racing Team Gresini 39.

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