Supersport-WM: FIM stuft Ducati neu ein

Startliste Misano-Test: Die Rückkehr von Marc Márquez

Von Günther Wiesinger
Beim zweitägigen MotoGP-IRTA-Test in Misano ist für Spannung gesorgt. Einige Werke zeigen erste Versionen der 2023-Bikes, dazu steigt Marc Márquez erstmals seit 29. Mai auf seine MotoGP-Honda.

Beim MotoGP-Test nach dem San-Marino-GP herrscht am Dienstag und Mittwoch (6./7.9.) Startpflicht für alle Teams und Fahrer. Es ist die letzte Gelegenheit vor dem WM-Finale, um in Ruhe neue Teile zu testen – auch im Hinblick auf 2023.

Auf der 4,226 km langen Piste (16 Rechtskurven, 6 Linkskurven) fuhr Ducati-Lenovo-Werkspilot Jack Miller am Samstag die Pole-Position mit 1:31,899 min. Nach dem anstrengenden Misano-GP wird an beiden Tagen von 9 bis 18 Uhr getestet, danach folgt von 18 Uhr bis 18.15 Uhr noch eine viertelstündige «practice start»-Session.

Bis auf den verletzten Joan Mir (Suzuki) haben sich alle Stammfahrer angemeldet, denn bei Repsol-Honda wird erstmals seit dem Italien-GP in Mugello wieder Marc Márquez auf der Honda RC213V sitzen. Für Stefan Bradl ist die Mannschaft des Honda HRC Test Teams aus Barcelona angereist.

«Ich denke, Marc wird sich in erster Linie auf die Überprüfung seiner körperlichen Fitness fokussieren und nicht hauptsächlich auf das Testen neuer Teile im Hinblick auf 2023», vermutet Stefan Bradl, der das Rennen am Sonntag auf Platz 14 beendet hat – wie 2021.

Von den üblichen Testfahrern hat Red Bull-KTM den Spanier Dani Pedrosa angemeldet. Aprilia lässt Testfahrer Lorenzo Savadori fahren. Yamaha verzichtet auf die Dienste von Testfahrer Cal Crutchlow, weil er die neuen Teile alle bereits getestet hat.

Der Brite wird ab Aragón bei WithU-RNF-Yamaha den 36-jährigen Andrea Dovizioso ersetzen, der sich aber am Dienstag hier noch einmal auf seine M1-Yamaha schwingen wird. Dem Vernehmen nach soll «Dovi» den neu entwickelten Alpinestars-Helm vorstellen und einer Prüfung unterziehen,

Suzuki Ecstar hat keinen Testfahrer verfügbar, deshalb wurde MotoE-Weltcup-Sieger Domi Aegerter eingeladen, auf die GSX-RR von Joan Mir zu steigen. Dazu wird der Misano-GP-Siebte Alex Rins für die nächsten Rennen testen.

Manche Fahrer wie Pol Espargaró, die ihr Team am Saisonende verlassen, bekommen keine neuen Teile mehr, sie können aber Set-up-Änderungen austüfteln.

Bei Honda werden die Augen der Fotografen und Berichterstatter auf die Hinterradschwinge gerichtet sein – denn Kalex liefert erstmals Aluminium-Schwingen für HRC.

Die privaten Teams werden abtrünnige Fahrer nicht mehr in die Entwicklungsprogramme eingeweiht. Aber beim KTM Tech3-Team von Hervé Poncharal werden Raúl Fernández und Remy Gardner trotzdem zwei Tage testen.

Übrigens: Der erste MotoGP-Wintertest nach dem Valencia-Finale dauert in diesem Jahr nur einen Tag und findet am Dienstag, 8. November, statt.

Die Teilnehmer des Misano-Tests (6./7.9.)

Red Bull KTM (Binder, Oliveira)
Ducati Lenovo (Bagnaia, Miller)
Ducati Aruba.it (Pirro)
Monster Yamaha (Quartararo, Morbidelli)
Suzuki Ecstar (Rins, Aegerter)
Aprilia Racing (Aleix Espargaró, Viñales)
Aprilia MotoGP Test Team (Savadori)
Repsol Honda (Marc Márquez, Pol Espargaró)
Honda HRC Test Team: Stefan Bradl
Tech3-KTM (Gardner, Raúl Fernández)
Prima Pramac Ducati (Zarco, Martin)
WithU-Yamaha (Dovizioso, Darryn Binder)
Mooney VR46 Ducati (Marini, Bezzecchi)
Gresini Racing Ducati (Bastianini, Di Giannantonio)
LCR Honda (Nakagami, Alex Márquez)

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