Stefan Bradl zu MotoGP-Vermarktung: «Denke, da ist Handlungsbedarf!»
ServusTV-Experte Stefan Bradl analysierte am Montag in der Sendung «Sport und Talk im Hangar-7» die Lage vor dem bevorstehenden Saisonauftakt der MotoGP-WM in Thailand.
Die MotoGP startet am kommenden Wochenende mit dem Grand Prix auf dem Chang International Circuit in Buriram in Thailand in die neue Saison. Der Salzburger Privatsender ServusTV aus dem Red Bull Media House wird wieder von allen Rennen live berichten. Mit dabei ist auch Stefan Bradl. Der ehemalige Moto2-Weltmeister wird auch im Jahr 2026 Teil der ServusTV-Crew sein und als Experte neben Alex Hofmann und Gustl Auinger die Rennen analysieren.
Bradl war am Montag zu Gast in der TV-Live-Sendung «Sport und Talk aus dem Hangar-7» am Salzburger Flughafen. Die Kräfteverhältnisse und die Favoritenrolle nach den beiden offiziellen MotoGP-Tests in Sepang in Malaysia und Buriram in Thailand beschreibt der Zahlinger so: «Ich tippe auf Marc Marquez, weil er der intelligenteste Fahrer ist und vom Race-Management der Beste ist. Bezzecchi und Aprilia haben sich noch viel Vertrauen von den Tests geholt und sind klar die zweitstärkste Kraft hinter Ducati.»
Ich tippe auf Marc Marquez, weil er der intelligenteste Fahrer istStefan Bradl
Brad grübelte aber auch: «Die Fahrer müssen sich dann auch noch einig werden, wer Marc am Ende herausfordert. Ist es Bezzeccchi, kommt Bagnaia wieder oder kommt der Bruder Alex.» Zu den Ambitionen von Jung-Star Pedro Acosta und Red Bull KTM sagte Bradl. «Ich denke, dass die noch zwei, drei Rennen brauchen werden und beim Europa-Auftakt dann stärker sind.»
Stefan Bradl: «Man muss an die Zukunft denken!»
Zur angestrebten Steigerung des Show-Effektes und der Reichweiten durch Liberty Media in der MotoGP sagte Bradl: «Ich kann es verstehen – die MotoGP hat jetzt eine ganz bestimmte Fangemeinde. Man muss aber auch ein bisschen an die Zukunft denken und neue Märkte generieren – sich international aufstellen. In Italien und Spanien ist die MotoGP-WM leicht zu verkaufen. Ich verstehe, dass Liberty etwas aus der Formel 1 kopieren und übernehmen wird. Es ist sicher gut, die MotoGP besser zu vermarkten – ich denke, da ist Handlungsbedarf.»
Zu den laufenden und noch anstehenden Fahrer-Rochaden im Hintergrund stellte Bradl fest: «Ich habe schon einigermaßen den Überblick, aber ich stress mich jetzt nicht. Es ist aber schon ein wenig kurios, weil es jetzt eine besondere Zeit ist. Nächstes Jahr haben wir ja dann eine ganz neue Ära. Ich habe den Eindruck, die Hersteller sind so, dass sie sich die bestmöglichen Fahrer sichern wollen. Aus der Fahrer-Sicht ist es schon komisch: Du unterschreibst bei einem Hersteller und weißt nicht, ob du konkurrenzfähig bist. Und du bist dann noch ein ganzes Jahr bei einem Team, mit dem du Rennen fährst, das du dann aber verlässt.»
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