Aprilia und MotoGP: Stolperstein auf dem Weg zu 2016

Von Nereo Balanzin
MotoGP
Aprilia plant einen MotoGP-Einstieg als Werksteam für 2016. Aber die Aussichten für 2014 sind nicht rosig. Das beste Team ist auf Honda umgestiegen.

Piaggio-Eigentümer Roberto Colaninno hat das MotoGP-Comeback von Aprilia in der MotoGP-Weltmeisterschaft für 2016 angekündigt. Das geschah vor zwei Wochen bei der Mailänder Motorradmesse EIMCA.

Aber bis dahin ist noch ein langer Weg.

Der neue Aprilia-Renndirektor Romano Albesiano muss den Weg weiter beschreiten, den sein Vorgänger Gigi Dall'Igna, jetzt General Manager bei Ducati Corse, vorgegeben hat.

Zweimal hat die Aprilia RSV-4 die Superbike-Weltmeisterschaft mit Max Biaggi gewonnen. In der MotoGP-Klasse ist Aprilia 2012 und 2103 ist Aprilia unter der Bezeichnung ART (Aprilia Racing Technology) aufgetreten. Aleix Espargaró hat mit diesem Motorrad zweimal die Claiming Rule-Wertung als bester Privatfahrer gewonnen.

Bei manchen Rennen ist Aleix den Prototypen auf der Nase herumgetanzt, zumindest jenen von Ducati.

Jetzt ist das Power Electronics-Team von Aspar Martinez auf Honda umgestiegen, auch AB Cardion Motoracing (Karel Abraham) wechselt von Aprilia zu Honda.

Aprilia hat deshalb noch kein Team für die nächste Saison. Paul Bird Motorsport (Michael Laverty ist fix, Randy de Puniet ein Kandidat), Iodaracing (Danilo Petrucci) ein weiterer.

Romano, wie sieht euer Ziel für 2014 aus?

Wir möchten 2014 dieselben gute Resultate erreichen wie 2013. Dazu möchten wir wertvolle Erfahrungen sammeln für unser Comeback mit Prototypen. Bisher gibt es keine Verträge. Wir haben mit den Puniet und PBM in Valencia getestet. Wenn es zu einem Agreement kommt, werden wir unsere eigenen Techniker in das Team einbringen.

Auch Iodaracing will auf Aprilia umsteigen – von Suter-BMW?

Ja, wir reden mit Giampiero Sacchi von Ioda. Da nächstes Jahr nur 22 Fahrer von der Dorna finanzielle unterstützt werden, will jedes Team konkurrenzfähiges Material haben. Zwei Fahrer werden am Jahresende nichts erhalten. Ja, wir reden mit Ioda. Danilo Petrucci ist ein interessanter Fahrer.

Wie willst du es schaffen, für das Technical Center von Piaggio verantwortlich zu sein und ausserdem die Rolle des Aprilia-Rennchefs zu spielen?

Das ist wirklich eine Menge Arbeit... Aber ich versuche, die richtigen Leute auszuwählen, die mich unterstützen können.

Wir erinnerun uns an deine Zeit bei Cagiva, mit Eddie Lawson und John Kocinski.

Ich wäre nicht hier, wenn ich nicht dort gewesen wäre. Ich war verantwortlich für die Fahrzeuge, für das Chassis und die Suspension. Cagiva-Chef Claudio Castiglioni war ein grossartiger Mann. Er konnte alle Mitarbeiter motivieren.
Ja, ich werde ein bisschen nostalgisch, wenn ich an diese Jahre denke.
Es ist wichtig, Anknüpfungspunkte zwischen dem Rennsport und der Serienproduktion zu finden. Denn es gibt viele Berührungspunkte.

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