Pedro Acosta (KTM): «Keine Ahnung, wo ich im Qualifying landen würde»
Dass der vermeintlich schnellste KTM-Athlet nach Tag 1 nur auf Rang 14 geführt wird, schien Pedro Acosta selbst am wenigsten zu beeindrucken. Angreifen will die Nummer 37 am zweiten Testtag ab auch.
Spaniens MotoGP-Heißsporn Pedro Acosta startete auf der KTM RC16 gewohnt bissig in den letzten Test vor dem Saisonstart, der bereits in wenigen Tagen ab dem 27. Februar in Buriram über die Bühne geht. Wir zuletzt auch führte Acosta am Vormittag das KTM-Quartett an. Als die Mittagsbrote gereicht wurden, war die Stimmung sehr gut. Acosta war bereits unter die Marke von 1:30 min gefahren – Platz 6 mit 0,27 sec Rückstand auf Spitzenreiter Bagnaia (Ducati).
Auch am Nachmittag eilte der junge Spanier wieder auf den Circuit, doch von außen betrachtet schien die Zeit für Acosta stillzustehen. Die RC16 mit der Nummer 37 kam insgesamt auf beachtliche 76 Runden, blieb aber ohne Verbesserung. Während die Konkurrenz Attacken ritt, inklusive der Markenkollegen Binder und Vinales, sparte sich Pedro Acosta den Versuch – und fiel am Ende des ersten Tages bis auf Rang 14 ab.
Dass sich der 21-Jährige Acosta davon nicht im Ansatz aus der Ruhe bringen ließ, erklärt auch ein Blick zwischen die Zeilen und auf die Konkurrenzfähigkeit der MotoGP im Jahr 2026. Vor einem Jahr kam der Spanier nach einem Tag im Angriffsmodus auf eine Rundenzeit von 1:29,9 min – Platz 4. Zwölf Monate später reicht eine 1:29,8 min noch für Rang 14 – und Acostas Rückstand auf Platz 1 ist geringer als 2025.
Noch interessanter werden die Zahlen mit den Aussagen des Piloten. Acosta: «Es scheint, nicht allzu viele haben sich heute nur auf das Tempo über die vielen Runden konzentriert. Ich habe jedenfalls nichts anderes gemacht.» Der Red-Bull-Athlet weiter: »Wir haben eine andere Herangehensweise als 2025. Wir tun viel dafür, um nicht wieder Probleme mit dem Reifenverschleiß in den Rennen zu bekommen. Die Sprint-Simulation an Tag 1 hat schon mal ganz gut funktioniert, ich bin recht happy. In den ersten 2–3 Runden hat der volle Grip etwas gefehlt – aber dann hat er lange gehalten. Damit sind wir einen großen Schritt weiter vorne als vor einem Jahr.»
Zugleich fehlt aber noch der Bezug zum Wettbewerb, wie Acosta bekräftigte: «Ich weiß halt noch nicht, wo wir in einem Qualifying stehen würden, und das würde ich gerne noch verstehen während des Tests. Wir planen für den zweiten Tag sowohl noch eine komplette Rennsimulation als auch, wenn es geht, eine Attacke. Es wäre sehr gut, mich ein wenig auf der Strecke mit der anderen zu messen.»
Dennoch hat Acosta die Konkurrenz im Auge. Seine Einschätzung in der heißen Phase der letzten Abstimmung: «Es kommt mir vor, als ob Ducati nicht nur weiter dominant ist, sondern vielleicht noch etwas weiter vorne ist. Und Aprilia ist längst aufgewacht. Sie machen mit mehreren Piloten da weiter, wo sie Ende letzten Jahres aufgehört haben. Wir haben uns sicher auch verbessert, aber die Realität ist die: Um für einen Sieg auf und davon zu fahren, müssen wir uns noch sehr viel mehr steigern.»
Pos.
Fahrer
Hersteller
Zeiten
1.
Alex Marquez (E)
Ducati
1:29,262 min
2.
Marc Marquez (E)
Ducati
+0,129 sec
3.
Franco Morbidelli (I)
Ducati
+0,189
4.
Marco Bezzecchi (I)
Aprilia
+0,200
5.
Johann Zarco (F)
Honda
+0,205
6.
Raul Fernandez (E)
Aprilia
+0,224
7.
Joan Mir (E)
Honda
+0,232
8.
Maverick Vinales (E)
KTM
+0,278
9.
Fabio Di Giannantonio (I)
Ducati
+0,381
10.
Francesco Bagnaia (I)
Ducati
+0,416
11.
Brad Binder (ZA)
KTM
+0,495
12.
Luca Marini (I)
Honda
+0,512
13.
Jorge Martin (E)
Aprilia
+0,551
14.
Pedro Acosta (E)
KTM
+0,588
15.
Ai Ogura (J)
Aprilia
+0,690
16.
Enea Bastianini (I)
KTM
+0,891
17.
Jack Miller (AUS)
Yamaha
+1,063
18.
Fabio Quartararo (F)
Yamaha
+1,245
19.
Alex Rins (E)
Yamaha
+1,250
20.
Diogo Moreira (BR)
Honda
+1,691
21.
Toprak Razgatlioglu (TR)
Yamaha
+2,312
22.
Michele Pirro (I)
Ducati
+3,348
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