Australien jubelt: Endlich das erste Supersport-Podest von Oli Bayliss (3.)
Der Name Bayliss verpflichtet, doch es dauerte bis zum Auftakt der Supersport-WM 2026, bis Oli Bayliss bei seinem Heimrennen auf Phillip Island als Dritter den ersten Podestplatz einfahren konnte.
Als Sohn des dreifachen Superbike-Weltmeisters Troy Bayliss hatte Oli Bayliss übergroße Fußstapfen auszufüllen. Anders als sein Vater nahm der 22-Jährige aber nicht den Umweg über die BSB, sondern stieg 2022 direkt in die Supersport-Weltmeisterschaft ein. Nach drei Jahren mit Ducati fährt Bayliss-Junior seit 2025 für PTR Triumph und blüht seitdem im Team des ehemaligen Rennfahrers Simon Buckmaster auf.
War ein vierter Platz im vergangenen Jahr auf dem Balaton Circuit das bisher beste Finish des Australiers, ging bei seinem Heimrennen auf Phillip Island endlich der Knoten auf: Mit 7,2 sec Rückstand auf Sieger Jaume Masia (Ducati) holte Bayliss als Dritter seinen ersten Podestplatz in der Supersport-WM! Die australischen Fans waren aus dem Häuschen und feierten ihren Landsmann.
«Definitiv der beste Ort dafür», sagte Oli im Gespräch mit SPEEDWEEK.com erleichtert. «Schon das gesamte Wochenende habe ich ein fantastisches Gefühl mit dem Motorrad – ich kann hier mit ihm machen, was ich möchte. Nur in Kurve 1 geriet ich etwas ins Gerangel und verlor ein paar Positionen. Als es sich wieder geordnet hatte, konnte ich mir einen nach dem anderen schnappen und brachte das Podium nach Hause. Ich denke, wenn es ein Phillip-Island-Effekt jemals gegeben hat, dann hätte man ihn sicher schon vor ein paar Jahren sehen müssen. Nein, dass ich ein zweites Jahr mit dem PTR-Team verbringe, stärkte mein Selbstvertrauen. Wir müssen schauen, wie es in Portimão und den Wochenenden danach laufen wird.»
Die Triumph Street Triple RS765 funktioniert auf dem Phillip Island Circuit hervorragend, was auch Teamkollege Tom Booth-Amos unter Beweis stellte – der Engländer stürzte jedoch auf Platz 2 liegend.
«Wir haben unser Paket verbessert. Schon beim ersten Test spürte ich die Veränderungen», bestätigte Oli. «Wir können auf ein konkurrenzfähiges Motorrad bauen und auch auf ein gutes Team, das über den Winter tief in die Daten eingetaucht ist und unser Bike verbessert hat. Leider ist Tom gestürzt, aber er wird stärker zurückkommen.»
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