Vorwürfe gegen Verstappen-Motor Red Bull-Ford: Da werden Spielchen gespielt
Bahrain-Wintertests: Was Red Bull Powertrains/Ford mit dem neuen F1-Motor für Red Bull Racing und die Racings Bulls gezeigt hat – Hut ab. Williams-Teamchef James Vowles ist sehr argwöhnisch.
Das hätten selbst Formel-1-Kenner so nicht erwartet: Die neue Antriebseinheit von Red Bull Powertrains/Ford läuft überaus anständig, Red Bull Racing und die Racing Bulls sind bei den Wintertests in Bahrain viel zum Fahren gekommen.
Hält der neue Motor das Niveau der Gegner der Top-Team-Motorenlieferanten Mercedes und Ferrari? Darüber gehen die Meinungen im Formel-1-Fahrerlager weit auseinander.
Die Teams bezichtigen sich gegenseitig des gepflegten Bluffs, keiner will seine Karten aufdecken vor dem Abschlusstraining im Albert-Park von Melbourne/Australien.
Mercedes-Teamchef Toto Wolff glaubt, dass Red Bull Powertrains/Ford in Sachen Energie-Entfaltung weit voraus seien, der Österreicher spricht von einem Vorteil pro Runde «von bis zu einer Sekunde». Die Gegner von Mercedes wiederum glauben: Die haben die Leistung in Bahrain zu keinem Zeitpunkt aufgedreht.
James Vowles glaubt: «Red Bull hat Leistung gedrosselt»
Williams-Teamchef James Vowles schätzt die Lage so ein: «Da werden Spielchen gespielt. Red Bull sah wirklich gut aus, bis wir über ihren Antrieb gesprochen haben. Seitdem haben sie deutlich zurückgesteckt.»
Der Engländer sagt über die Top-Teams: «Ferrari? Wirklich gut gemacht. Sie bringen grossartige Innovationen hervor, sie entwickeln sich weiter, die sind bereits heute wettbewerbsfähig. Mercedes ist von Anfang an extrem stark gewesen, man kann sie nicht ausser Acht lassen.»
«Generell ist es selbst für Insider im Fahrerlager derzeit ganz schwer zu beurteilen, was wirklich Sache ist, je nachdem, welche Spielchen die Leute mit den Motoreinstellungen und der Treibstoffmenge treiben.»
«Hinzu kommt, dass wir mehr denn je Schwankungen von Strecke zu Strecke erleben werden, abhängig davon, welche Eigenschaften die Motoren und die Autos der Teams mitbringen. Selbst wenn Ferrari in Bahrain ein Rennen gewinnen könnte, heisst das noch lange nicht, dass sie das auch in Melbourne schaffen werden.»
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