Aleix Espargaró: Unglaubliche Kraft des Yamaha-Motors

Von Markus Kahl
MotoGP
MotoGP-Fahrer Aleix Espargaró spricht über die größten Veränderungen seiner NGM Forward Racing Yamaha gegenüber seinem Claiming-Rule-Bike von Aprilia aus dem Vorjahr.

Während der Winter-Tests hat Open-Pilot Aleix Espargaró die Werksfahrer von Yamaha und Honda mit beeindruckenden Zeiten geschockt. Der Spanier im Interview.

Was ist der größte Unterschied zwischen deinem bisherigen CRT-Motorrad und dem diesjährigen Open-Bike?

Der Unterschied liegt sowohl im Motor als auch im Rahmen. Der Yamaha-Motor dreht sehr hoch und ist unglaublich kraftvoll, vor allem wenn das höchste Drehmoment anliegt. Bei der Einfahrt in die Kurven hilft mir der neue Rahmen, das Bike leichter in Schräglage zu bringen. So kann ich umso später bremsen. Das ist ein ganz großer Vorteil.

Das elektronische Steuerungsgerät (ECU) der Maschinen ist in diesem Jahr neu. Ist es schwierig, dieses richtig anzuwenden?

Für mich war es die schwierigste Aufgabe überhaupt, von einer ECU, die ich gut kenne, zu einer neuen zu wechseln. Aber das gilt für jeden. Als mir klar war, wie sensibel die neue ECU arbeitet, war es für mich leicht diejenige Einstellung zu finden, die meinen Fahrstil am besten unterstützt.

In den vergangenen Jahren musstest du oft die Maschinen wechseln und den Fahrstil umstellen. Angefangen bei der Moto2 über die MotoGP bis hin zur CRT. Im Winter sahen wir bei den Tests, dass du mit dem Ellbogen wie nie zuvor auf dem Asphalt gerutscht bist. Wie konntest du dich so schnell umstellen?

Die ganze Veränderung ist vor allem der Reifenentwicklung geschuldet. Die Reifen lassen mittlerweile unglaubliche Schräglagen zu. Dadurch ist es einfach, mit dem Ellbogen auf dem Asphalt durch die Kurven zu rutschen. Die aktuellen Bridgestones haben eine hohe Leistungsfähigkeit. Völlig anders als die Reifen, die wir noch vor zwei bis drei Jahren verwendet haben. Der Rahmen hat sich ebenfalls stark weiterentwickelt und vermittelt mir unter allen Streckenbedingungen mehr Vertrauen in den Kurven. Die Folge ist, dass das Rutschen mit dem Ellbogen in den Kurven einfacher geworden ist. Mein Ausrüster Spidi (Hersteller von Motorradbekleidung, d. Red.) hat extra dafür spezielle Ellenbogenschützer entwickelt. Die abnehmbaren und austauschbaren Protektoren geben mir mehr Gefühl in den Kurven und zusätzlich Sicherheit bei einem Unfall. Wir arbeiten derzeit noch an den letzten Details, um sie dann zum Saisonstart in Katar einzusetzen.

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