Pluspunkte: Die erfolgreichsten MotoGP-Asse der Saison 2025
Trotz überragender Fahrt zum MotoGP-Titel 2025 von Marc Marquez konnte von Langeweile keine Rede sein. Verantwortlich waren Aufstiege – und Abstürze. SPEEDWEEK.com listet in Teil 1 die Aufsteiger.
Marc Marquez erhielt in Summe den meisten Applaus für seine Vorstellung 2025. Sein Comeback nach einem Horror-Abgang bei Honda mit anschließender Rettungsaktion im privaten Ducati-Kundenteam (Gresini, 2024) führte zu einem fulminanten Durchmarsch – «MM93» reichten zwei Drittel der Saison, um seinen neunten Titel im Fahrerlager zu holen. Marquez dominierte, doch mit einer Verbesserung um zwei Ränge in der Tabelle fiel die Steigerung im Vergleich zum Vorjahr objektiv bescheidener aus.
Die größten Sprünge schafften andere. Allen voran Marco Bezzecchi. Ähnlich wie Pecco Bagnaia 2025 war der Italiener im Jahr zuvor mit seiner Ducati nicht zurechtgekommen – Platz 12. Nach einer Aufwärmphase im Lager von Aprilia Racing fuhr sich Bezzecchi in der zweiten Jahreshälfte in einen wahren MotoGP-Rausch, der den 27-Jährigen mit 14 Podestplätzen noch auf Rang 3 der Tabelle brachte.
Nur einem anderen Athleten der Königsklasse gelang eine derartige Verbesserung: Luca Marini. 2024 hoffnungslos Letzter der 22 Stammfahrer setzte sich Marini mit den Verbesserungen an seiner Werks-Honda immer besser in Szene. Rossis Halbbruder verpasste im Laufe der abgelaufenen Saison zwar einen Platz auf dem Podest, dennoch fuhr sich der sattelfeste Italiener 2025 wieder nach vorne. Platz 13, nur knapp hinter Johann Zarco als bestem Honda-Vertreter. Dazu sicherte Marini dem größten Hersteller beim Saisonfinale den Aufstieg in den Concessions-Rang C.
Einen bemerkenswerten Aufstieg und die größte Steigerung eines Ducati-Piloten zeigte Alex Marquez. Der jüngere Bruder des MotoGP-Champions profitierte vom Wechsel auf die GP24. Von Beginn des Jahres 2025 an war «AM73» die souveräne zweite Kraft der Königsklasse. Der Gewinn der Vizeweltmeisterschaft bedeutete eine Verbesserung auf höchstem Niveau um sechs Positionen.
Ebenfalls sechs Ränge vorwärts fuhren die Landsleute Joan Mir und Raul Fernandez. Honda-Pilot Mir zeigte mehrfach stark auf und machte seinem Arbeitgeber das größte Geschenk mit Platz 3 beim Sprint von Motegi. Gleichzeitig strapazierte der Mallorquiner, wie im Übrigen auch Markenkollege Zarco, das Sturzbudget intensiv. Kombiniert produzierten beide RC213V-Treiber 50 Abflüge!
Lange sah es danach aus, dass Aprilia-Pilot Raul Fernandez auf der Seite der Verlierer stehen würde. Nicht wenige befürchteten nach einer sehr schwachen ersten Saisonhälfte 2025 ein vorzeitiges Karriereende. Doch das Gegenteil war der Fall. Teamchef Davide Brivio gelang der Kunstgriff und Fernandez lieferte – bis zum ersten MotoGP-Sieg auf Phillip Island. Vom abgeschlagenen 16. Rang ging es nun noch bis auf Platz 10 und damit in die obere Hälfte der MotoGP-Elite.
Deutliche Verbesserungen im Vergleich zum sportlichen Katastrophenjahr 2024 erreichten auch die beiden Franzosen im Feld. Johann Zarco sah dabei lange wie der Mann des Jahres aus, denn mit dem Sieg in Le Mans und dem nächsten Besuch bei der Siegerehrung in England klopfte sich der Routiniert mit dem VR46-Ducati-Duo lange um Platz 5 in der Tabelle. Doch in Teil 2 der Kampagne büßte Zarco nach etlichen Stürzen Vertrauen und Positionen ein. Dennoch: Platz 12 in der WM bedeutete eine relevante Verbesserung um fünf Ränge.
Immerhin vier Positionen nach vorne ging es für das Aushängeschild im Yamaha-Lager. Fabio Quartararo beendete die WM 2025 als Neunter und konnte damit im Gegensatz zu Teamkollege Rins sowie den beiden neuen Yamaha-Akteuren Jack Miller und Miguel Oliveira ein Plus auf dem Konto im Vergleich zum Vorjahr aufweisen.
Eine unscheinbare, aber effektive Saison lieferten die beiden Akteure der Rossi-Kundenmannschaft VR46 Racing ab. Fabio Di Giannantonio, 2024 lange von einer Schulterverletzung eingebremst, robbte sich um vier Plätze auf Position 6 vor und Franco Morbidelli unterstrich die gute Teamleistung mit einem Plus von zwei Positionen.
Die verbuchte auch KTM-Ass Pedro Acosta. Der junge Spanier kämpfte in allen 44 Rennen mit vollen 100 Prozent. Als der Spanier Mitte des Jahres akzeptiert hatte, dass er 2025 noch nicht um den Titel fahren kann, stabilisierten sich die Ergebnisse. Als Dank ging es in der WM-Tabelle von 6 auf 4 nach vorne. Wichtiger noch für den Heißsporn aus Murcia: Damit rechtfertigte er seinen Ruf als Mann der Zukunft.
Im zweiten Teil der Betrachtung geht es am 8. Januar um jene MotoGP-Piloten mit einer negativen Bilanz 2025.
Die größten Gewinner der MotoGP-Saison 2025:
Marco Bezzecchi (Aprilia), Verbesserung um 9 Positionen
Luca Marini (Honda), 9
Alex Marquez (Ducati), 6
Raul Fernandez (Aprilia), 6
Joan Mir (Honda), 6
Johann Zarco (Honda), 5
Fabio Di Giannantonio (Ducati), 4
Fabio Quartararo (Yamaha), 4
Marc Marquez (Ducati), 2
Pedro Acosta (KTM), 2
Franco Morbidelli (Ducati), 2
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